Antje Terhaag

Drei Tricks, um Deinen Bildaufbau in den Griff zu kriegen

1. Verwende ein Stativ

Das entschleunigt das Arbeiten. Wenn man seine Kamera erst einmal auf dem Stativ hat und dieses in Position gebracht hat, dann will man nicht nur einen Schnappschuss machen. Wenn man sich zwingt, mit Stativ zu arbeiten, achtet man sofort intensiver auf den Bildaufbau.

2. Reduziere die Menge an Aufnahmen

Tu so, als hättest Du einen Film mit 36 Aufnahmen. Kein Klick-klick-klick und zu Hause wird nachgesehen, welches Foto unter den vielen gelungen ist. Wenn man von einem Motiv nur ein Bild machen darf, überlegt man sich, welches es sein soll.

3. Stelle Deine Kamera auf Schwarz-Weiß

Ein großartiger Trick für alle, die im RAW-Format fotografieren: Stell einfach das Display auf monochrom um, oder fotografiere in Schwarz-Weiß (dadurch wird das Vorschaubild ohne Farben dargestellt, das RAW enthält natürlich alle Farben). Welche Methode Deine Kamera voraussetzt, kannst Du googeln. Wenn die Farben fehlen, sieht man sofort die Kontraste und den Bildaufbau.

Wenn Du erfahren willst, wie man ein Bild aufbaut, welche Regeln, Tipps und Techniken Du für Dich nutzen kannst, dann schau einfach bei unsere Workshop “Bildgestaltung und Stilistik” vorbei!

Die 10 größten Fehler fortgeschrittener Fotograf*innen

Was sind nun die Fehler, die Fortgeschrittene machen? Zugegeben, zwischen Anfänger und Meister liegt die längste Strecke, und wie sich jeder entwickelt, ist höchst unterschiedlich. Manchmal macht man über Jahre hinweg einen bestimmten „Anfängerfehler“, während man in anderen Punkten schon zu Beginn des Fotografierens gut unterwegs war. Das hängt immer damit zusammen, wie man in die Fotografie eingestiegen ist und wie man sich in ihr weiterentwickelt. Daher ist diese Liste – wie jede andere – ein wenig willkürlich und subjektiv.

1. Fotografie-Fehler: nicht in RAW fotografieren

Ja, die jpgs sehen besser aus als die RAW-Dateien. Ja, die kamerainterne Bearbeitung ist vom Hersteller optimal auf die Kamera abgestimmt und die Ergebnisse sind in der Regel toll. Ja, wenn man Urlaubsfotos macht, kann man sich Wochen der Nachbearbeitung sparen, wenn man jpgs hat. Aber: Die meisten Kameras erlauben, beide Dateiformate zu speichern, dann hat man die jpg-Dateien, wenn es schnell gehen muss. Auf die RAW-Bilder sollte man aber nie verzichten. In der Nachbearbeitung lassen sich nur aus den RAW-Daten noch die letzten Bildinformationen herauskitzeln und das Bild „machen“, also die Entscheidung über sein Bild selbst zu treffen. Denn so gut die jpg-Umwandlung der Kameras auch sein mag: Sie ist niemals individuell. 

Darüber hinaus gibt es einen zweiten guten Grund, seine Fotos in RAW zu erstellen: Wer im Besitz der RAW-Datei ist, kann sich im Zweifelsfall ganz schnell als Urheber eines Fotos legitimieren.

2. Fotografie-Fehler: Bilder nicht bearbeiten. 

Ja, es gibt die Menschen, die sagen, ein Fotograf muss so arbeiten, dass das Bild mit dem Drücken des Auslösers fertig ist. Und tatsächlich: Das Foto sollte zumindest in seiner Komposition ein perfektes Bild geben. Bei Portraits sollten Kleidung und Haare schon vor dem Auslösen optimal sitzen und so oft korrigiert werden, bis es passt. Die Zeit, die man in der Bildbearbeitung für schlecht sitzende Haare und Kleidung aufwenden muss, steht in keinem Verhältnis dazu, Bürste und Haarspray einzusetzen und das Hemd zurechtzuziehen. Aber niemand sollte auf die Idee kommen, das Endergebnis der Kamera zu überlassen. Fotos nicht zu bearbeiten – Weißabgleich, Höhen, Tiefen und Mittelwerte, Kontrast und Schärfe –, ist schlicht absurd. Natürlich soll man seine Bilder bearbeiten, bis sie so aussehen, wie man sie in natura empfunden hat bzw. sie haben will. Bis der Horizont gerade ist und kleine Fehler ausradiert sind. Bis der Bildlook genau dem entspricht, den man haben will. Die Bildbearbeitung im Grundsatz (und wir reden jetzt nicht über Fehler, Unvermögen oder geschmackliche Abscheulichkeiten) zu verteufeln, kann nur die Ausrede von Menschen sein, die sich die Arbeit nicht machen wollen, Bildbearbeitung zu erlernen, und daher aus Unkenntnis sprechen. Aber dagegen lässt sich ja etwas unternehmen 

3. Fotografie-Fehler: Einstellungen nicht zurücksetzen

Ein Klassiker, der einem auch nach Jahren immer wieder passieren kann. Zumeist hat man eine „für alle Fälle“-Einstellung an seiner Kamera, sagen wir mal Auto-ISO, Blendenvorwahl mit Offenblende und Single-Autofokus, um für Schnappschüsse gewappnet zu sein. Dann ändert man seine Einstellungen für eine konkrete Situation – und vergisst dann, alles wieder auf Standard zu setzen. Blende, Verschlusszeit und ISO hat man zumeist noch im Blick, aber gemein wird es, wenn man auf manuellen Fokus umgestellt hat und beim nächsten Projekt im Eifer des Gefechts nicht bemerkt, dass das Fokussiergeräusch ausbleibt … 

Und wo wir schon beim Technischen sind: Manche Fehler passieren einem in allen Phasen der Fotografenkarriere: Akku vergessen, falsche Objektive einpacken, falsches Outfit wählen. Das ist normal. 

4. Fotografie-Fehler: Bilder nicht auf dem Display kontrollieren

Der Blick durch die Kamera und der Blick aufs Display unterscheiden sich nicht in dem, was zu sehen ist, sondern darin, was man wahrnimmt. Wenn man durch die Kamera blickt, verliert man schnell die Ränder aus dem Blick bzw. verzieht die Kamera beim Auslösen noch ein Stückchen. Wenn man sich angewöhnt, nach jedem Foto das Ergebnis zu überprüfen, entwickelt man schnell einen guten Blick für die Fehler im Bild: Abgeschnittene Bildelemente (auch Schatten!) sieht man auf Anhieb, aber auch Dinge, die nicht ins Bild gehören, die einem zuvor aber nicht aufgefallen waren, und die nur schwer wegretuschiert werden können.

Der Blick ins Display bedeutet auch, das Bild in die 100 %-Ansicht zu ziehen, um die Schärfe beurteilen zu können. Dabei würde dann auch auffallen, wenn man (siehe Fehler 3) den Aufofokus abgeschaltet hatte …

5. Fotografie-Fehler: nicht mit Stativ arbeiten

Ein gutes Stativ gehört zu den essentiellen Ausstattungsgegenständen eines Fotografierenden. Zum einen braucht man es für Belichtungszeiten, die aus der Hand nicht zu halten sind, und vielleicht auch für Positionen, in die man sonst nicht kommt. Aber abgesehen von diesen technischen Notwendigkeiten, lehrt einen ein Stativ, präzise und überlegt zu arbeiten. Es ist eine hervorragende Übung, eine gewisse Zeit grundsätzlich mit Stativ zu arbeiten. Zum einen überlegt man sich, ob das Motiv es wirklich lohnt, das Stativ aufzubauen. Man macht also schon mal eine Menge Bilder nicht. Bei allen anderen wird man mit Ergebnissen belohnt, die deutlich besser komponiert sind, als „mal eben aus der Hand“. Man wird überlegter arbeiten und das Motiv schon vor dem Auslösen überprüfen und sich korrigieren.

6. Fotografie-Fehler: den Blitz verteufeln

Okay, den internen Blitz kann man in der Regel komplett vergessen. Profi-Kameras verzichten daher auf ihn. Für den Systemblitz und andere Beleuchtung gilt aber, was zum Thema Bildbearbeitung geschrieben wurde: Diejenigen, die die „Available-Light-Monstranz“ vor sich hertragen, benutzen sie in der Regel als Schutzschild, um fehlendes Wissen und Können zu verbergen. Das Thema Licht – und damit auch die Verwendung eigener Lichtquellen – ist der Dreh- und Angelpunkt der Fotografie. Licht macht aus einem Feld einen Sehnsuchtsort, aus einem „Passfoto“ ein geheimnisvolles Portrait. Wer nicht nur mit dem Licht arbeitet, das schon vorhanden ist, sondern nach eigenen Vorstellungen Licht ergänzt und einsetzt, ist ein Fotograf im Wortsinn, jemand, der mit Licht malt. Dass die ersten Versuche zumeist scheußliche Ergebnisse liefern, spricht ja nicht gegen den Blitz, sondern sollte zum Üben ermuntern. Zum Beispiel bei uns im Blitzkurs.

7. Fotografie-Fehler: keinen eigenen Stil finden

Den eigenen Stil entwickelt man im Lauf der Zeit. Aber nur, wenn man systematisch an sich und seinen Motiven arbeitet. Zunächst werden andere diesen Stil entdecken, indem sie einem die Bilder korrekt zuordnen können. Beim Vergleichen mit anderen Fotos kann man seine Eigenheiten dann auch selbst erkennen. Nun muss man diese kultivieren, charakteristische Elemente noch weiter ausbauen und vor allem bei der Auswahl und Präsentation der Bilder alle weglassen, die diese klare Handschrift nicht tragen. 

8. Fotografie-Fehler: stehenbleiben

Klar, man entwickelt Schwerpunkte und Vorlieben. Und daraus, siehe Punkt 7, seine Handschrift. Doch reicht es nicht, an diesem Punkt zu verharren: Man muss sich weiterentwickeln. Neue Techniken zu lernen und andere Sujets zu fotografieren ist der eine Teil, daraus aber auch den eigenen Stil immer wieder zu erneuern, ist der andere Teil der Entwicklung. Bei allen bedeutenden Künstlern ist eine Entwicklung zu erkennen, Phasen, in denen bekanntes Terrain verlassen wurde. Man muss damit nicht unbedingt sofort nach außen treten, sondern kann mit dem Bewährten seine „Marke“ etablieren, aber hinter den Kulissen sollte Neues erprobt werden. Und sei es nur, damit einem die Fotografie nicht plötzlich langweilig wird.
Dazu gehört in der Fotografie auch, seinen Fokus von der Technik zu nehmen und sich den Inhalten und den künstlerischen Aspekten zuzuwenden. Wer sich darauf beschränkt, seine Aufnahmen technisch immer besser zu machen, wird dennoch nicht zu guten Bildern kommen, sondern nur zu einer verfeinerten Version allseits bekannter Fotos.

9. Fotografie-Fehler: nicht in Equipment investieren

Das ist der Gegenpol zum klassischen Anfängerfehler, bei dem die Anschaffungen zum Spaß gehören und für man sich regelmäßig Häme abholt: „Erst mal die Möglichkeiten der Kamera ausreizen“, heißt es dann, oder „weniger für die Hardware ausgeben, sondern in Reisen und Weiterbildung investieren“. Und das stimmt auch. Ehe man seine erste Kamera nicht im Schlaf bedienen kann, weiß, welche Einstellungen für welches Ergebnis verantwortlich sind, und ein Foto auch inhaltlich komponieren kann, sollte man vor die Tür gehen und fotografieren, statt sich in Testcharts von Objektiven zu vergraben. Häufig wird ja der Vergleich zum Kochen gezogen, dass ein guter Koch auch mit schlechten Töpfen ein wunderbares Gericht zaubern könne. Trotzdem finden sich in der Küche eines Profis die teuersten Messer, etliches Spezialgerät und ausgefallene Zutaten. Irgendwann wird es also Zeit, die Dinge anzuschaffen (kaufen, mieten oder leihen), die man für seine Bildideen braucht. Dann spricht auch nichts dagegen, sich regelmäßig die neueste Kamera zu kaufen, denn auch dort gibt es stets Verbesserungen, die auf die Bildqualität durchschlagen.

10. Fotografie-Fehler: nicht in Museen gehen

Museen, Galerien, Bücher, natürlich auch das Internet, das sind Quellen der Inspiration. Kunst lebt von der Innovation, davon, sich von allen anderen abzusetzen. Das muss nicht den eigenen Geschmack treffen, schon alleine die Begeisterung dafür, dass jemand eine Idee hatte und diese umgesetzt hat, ist ein enormer Antrieb. Es spricht nichts dagegen, eine Anregung aufzugreifen und zu adaptieren. Vielleicht entsteht daraus eine weitere Idee, ein ganz anderer Ansatz. 

Die Auseinandersetzung mit Künstlern und deren Wirkung auf einen selbst, das Nachdenken über Fotos, das Betrachten, das länger als einen Mausklick oder ein Fingerwischen dauert, all das wirkt sich auf die eigene Fotografie aus. In Museen empfiehlt es sich, die Führungen mitmachen, und in Galerien, die Galeristen erzählen zu lassen. Gerade bei Letzteren erfährt man eine Menge nicht nur über den Künstler und sein Werk, sondern auch über Trends und die Stories, mit denen die Werke verkauft werden. 

Wer wissen will, was in diesem Moment ausgestellt ist, findet die Antworten hier.

Laszlo Moholy-Nagy

Fotografieren: Planung oder Experiment?

Fotografische Experimente sind keine Schnappschüsse, sondern eine Abfolge von Idee, Konzept, Planung, Umsetzung und einer großen Zahl an Wiederholungen und Variationen. Wer schon lange und intensiv fotografiert, wird fast zwangsläufig beginnen zu experimentieren. Mit Objektiven, Brennweiten, Belichtungszeiten sowieso, aber auch mit allen nicht-technischen Aspekten. 

Googelt man „Fotografie“ plus „Experiment“, dominieren Links zum Bauhaus, genauer gesagt zum „New Bauhaus Chicago“, der Institution, die László Moholy-Nagy nach seiner Übersiedlung in die USA begründet hatte. 

Moholy-Nagy hat seine Ursprünge in der Malerei, war dabei aber jedem Fortschritt und Wandel zugewandt. Als er 1923 Nachfolger Johannes Ittens am Bauhaus in Weimar und Dessau wurde, war die Fotografie dort noch nicht als Fachbereich etabliert: Erst 1929 wurde die Fotografie eigenständiges Lehrfach. Da hatte das Medium längst seinen Siegeszug angetreten. Mit der Veröffentlichung der Leica, der ersten Kompaktkamera, im Jahr 1925 wurde die Fotografie erschwinglich und erreichte eine breitere Öffentlichkeit. Das wurde natürlich auch im Bauhaus registriert und von Moholy-Nagy befeuert. Die Begeisterung für die Möglichkeiten wuchs, zunächst noch unter dem Dach der anderen Fachrichtungen. Einerseits diente die Fotografie der Dokumentation der Zeit, aber als Kunstform brauchte es mehr als das Ablichten des Offensichtlichen. Also wurde experimentiert: Mit ungewohnten Perspektiven und Verzerrungen, Anschnitten und Ausschnitten wurde dem Foto der dokumentarische Charakter genommen. Es wurde sogar auf die Kamera verzichtet und mit Gegenständen auf fotografischem Papier getüftelt: dem Fotogramm. Sieht man von Vorläufern ab, ist László Moholy-Nagy der bedeutendste Vertreter des Fotogramms und derjenige, der es etablierte.

Im Bauhaus wurde das Experiment in der noch jungen Kunstrichtung bzw. dem noch jungen Handwerk hochgehalten. Neben dem Fotogramm waren Mehrfachbelichtungen oder auch Negativ-Arbeiten beliebt. Mitunter entsprangen die Experimente schlicht dem (technischen) Unvermögen, dem Spiel mit der Leica und dem faszinierten Entdecken der Resultate dessen – erst 1929, nach dem Weggang Moholy-Nagys, wurde mit Walter Peterhans ein junger Berufsfotograf verpflichtet, den ersten offiziellen Fotografiekurs zu geben und auch das Handwerk der Fotografie zu vermitteln. Da hatte sich das Experiment längst als Teil des „Neuen Sehens“ etabliert und konnte auch durch den sachlichen Stil, der nun vermittelt wurde, nicht völlig verdrängt werden. Der Charakter der Fotografie am Bauhaus ging danach trotzdem in eine andere Richtung. Experimente wurden nun mit verschiedenen Emulsionen oder Lichtsituationen gemacht, um die Unterschiede zu erleben und das „beste“ Ergebnis zu extrahieren. Vom „Neuen Sehen“ Moholy-Nagys wandelte sich das Bauhaus zu einer Schmiede handwerklich perfekter Fotografie, die dem Alltag der Zeit dienen sollte und sich der Sachfotografie in Werbung und Presse widmete.

© Marwin Vigoo
© Marwin Vigoo

Das Experiment, ob „künstlerisch-kreativen“ oder technischen Ursprungs, ist der Fotografie erhalten geblieben. Allein das Fotogramm wurde von vielen bekannten Fotografen aufgegriffen, seien es Chargesheimer oder Floris Michael Neusüss sowie in jüngerer Zeit Adam Fuss oder Thomas Ruff. 

Eine sehr faszinierende Arbeit, eine weitere Interpretation des Fotogramms, kommt von Martin Klimas. Er ordnet Folie auf einem Leuchttisch an und erstellt mit seiner Kamera einen knapp einminütigen Film dieses Arrangements – während er einen vorgesetzten Polfilter einmal um 360° dreht. Das Ergebnis – zwischen Film und Foto, ist ein Blickfang – in dem man sich stundenlang verlieren könnte:

Vimeo

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3568 from Martin Klimas on Vimeo.

Klimas beweist, dass das Experimentieren selbst mit sehr alten Konzepten noch immer zu unerwarteten und hochinteressanten Ergebnissen führen kann, wenn man einen Schritt weiterdenkt und den Rahmen des Üblichen verlässt. 

 

Fotogramm: László Moholy-Nagy

Panorama in Lightroom Classic CC erstellen

Panoramen in Photoshop oder Lightroom erstellen

Die Smartphone-Fotografie hat dem Panorama zu noch größerer Popularität verholfen. Ein halbwegs präziser Schwenk mit dem Handy, schon hat man eine leidlich brauchbare Breitbildaufnahme. Viel interessanter ist allerdings das „Vernähen“ (Stitching) mehrerer Fotos im Standardformat, um daraus ein Panorama zu generieren. 

In Photoshop wie auch in Lightroom (CC Classic) ist die Panoramafunktion nur einen Mausklick entfernt:



Lightroom 



Man markiert die Bilder, die zusammengesetzt werden sollen und geht dann über Foto -> Zusammenfügen von Fotos -> Panorama.

Je nach Zahl und Größe kann man dann dem Rechner ein wenig bei der Arbeit zusehen, ehe das erste Ergebnis angezeigt wird. Danach stehen einem einige Optionen zur Verfügung. Zunächst einmal kann man die grundsätzliche Optik wählen, nach der das Bild erstellt wird. In der Regel liefert „perspektivisch“ eine recht präzise Wiedergabe. „Kugelförmig wird beispielsweise“ für echte Kugelpanoramen verwendet. 

„Automatisches Freistellen“ schneidet das Foto in ein rechteckiges Format, wodurch überstehenden Teile des Bildes wegfallen. „Automatische Einstellungen“ passen die Belichtung bereits an und „Stapel erstellen“ bezieht sich auf die Darstellung in der Bibliothek: Wenn man diese Option wählt, werden die Einzelbilder unter dem Panorama versteckt und können mit einem Klick auf die Zahl (der Bilder) wieder sichtbar gemacht werden. 

Wenn man seine Auswahl getroffen hat, kann man über die Schaltfläche „Zusammenfügen“ das Bild fertigstellen lassen, ehe man es dann wie üblich weiterbearbeitet.

Wer noch tiefer einsteigen will, ist uns im Lightroom-Kurs natürlich herzlich willkommen.



Photoshop



In Photoshop geht man über Datei -> Automatisieren -> Photomerge und gelangt dann in einen Auswahldialog. Hier kann man die Bilder auswählen, die gestitcht werden sollen, das Layout und weitere Zusatzoptionen. Interessant ist die Möglichkeit, Lücken zu füllen, wo Lightroom das Bild beschneiden würde. Die Ergebnisse des inhaltsbasierten Füllens sind wie immer abhängig vom Bild und dessen Komplexität – es kann funktionieren, muss es aber nicht.

Wie man das inhaltsbasierte Füllen und alles andere in Photoshop meistert, kann man natürlich auch bei uns lernen.

Worüber der Befehl „Panorama erstellen“ in Lightroom ein wenig hinwegtäuscht, sind die vielfältigen Möglichkeiten, denn das Ergebnis muss weder ein Breitbild noch ein enormer Betrachtungswinkel sein: Die Software „vernäht“ die Bilder vertikal wie horizontal (Photoshop bezeichnet es passender als Photomerge), so lange die Überlappung der Fotos ausreicht, um vom Programm erkannt zu werden. So lassen sich Bilder mit enormer Auflösung und geringer Schärfentiefe erzielen, wie Ryan Brenizer sie zu seinem Markenzeichen gemacht hat. 



Wie fotografiert man am besten, um ein zusammengesetztes Foto zu erhalten?



  1. Beim Fotografieren selbst sollte man mit einer Normal- bis leichten Tele-Brennweite arbeiten, um Verzeichnungen zu vermeiden. 
  2. Den Weißabgleich bekommen Photoshop und Lightroom gut abgestimmt, da kann man im Automatikmodus bleiben. 
  3. Man sollte manuell arbeiten, um sowohl Helligkeit als auch Schärfentiefe über das gesamte Bild hinweg konsistent zu halten.
  4. Der Fokus soll sich nicht verändern! Also entweder manuell fokussieren, oder aber den Auslöser immer halb durchgedrückt lassen – was natürlich nur dann funktioniert, wenn man die Kamera im Single-Fokus arbeiten lässt. Sobald man die Fokus-Nachführung aktiviert hat, verändert sich der Fokus. 
  5. Wichtig ist, dass sich die Einzelbilder um ca. 30 % überlappen, damit die Software die Übergänge identifizieren kann. Das funktioniert bei markanten Stellen besser als beispielsweise Himmel.
  6. Wer ein Landschaftspanorama fotografiert, sollte dies im Hochformat tun, um sich die Breitbildhöhe zu erhalten. 
  7. Auch ist es empfehlenswert, den Schwenk nicht aus der Hüfte, sondern mit den Füßen zu steuern, diese also ein wenig zur Seite zu drehen. Dadurch kann man präziser arbeiten.
  8. Um innerhalb einer Fotoserie die Bildreihe schnell erkennen zu können, die gestitcht werden soll, bietet es sich an, zu Beginn und am Ende entsprechende Fotos zu machen. Das können Schwarzblenden sein, also Fotos mit Objektivdeckel auf dem Glas, oder Zeichen, die man mit den Fingern ins Bild macht, also beispielsweise ein Finger vor dem ersten und zwei Finger nach dem letzten Bild einer Bildreihe. 

Wir sind ein “Familienunternehmen”!

Die Drittelregel gehört ab sofort auch zum Kreis der Unternehmen, die besondere Angebote für Familien machen. Bei uns besteht die Vergünstigung in einem Rabatt von 15 % auf alle Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.

Wer also einen entsprechenden Kurs buchen möchte und eine Familienkarte besitzt, sollte uns vor der Buchung per Mail oder telefonisch kontaktieren und sich den entsprechenden Rabattcode geben lassen. Dieser wird dann bei der Buchung angegeben und der Rechnungsbetrag reduziert sich entsprechend.

© Antje Terhaag

Lesen ist billiger

Als wir neulich unseren Kurs “Nacht- und Feuerwerkfotografie auf der Kirmes” bei Facebook beworben haben, fand sich folgender Kommentar unter der Veranstaltung: “Lesen ist billiger” und dahinter ein Link zu einer recht präzisen Beschreibung der notwendigen Einstellungen, wenn man ein Feuerwerk fotografieren will, wenngleich mit wenig imponierenden Beispielbildern.

Auch wenn ich den persönlichen Nutzen einer fremden Person (es handelte sich nicht um einen Kunden), solch einen Kommentar abzugeben, nicht nachvollziehen kann, so ist die Aussage selbst natürlich korrekt: Lesen ist billiger. Selbst im Verhältnis zu einem Schnapper wie dem Feuerwerk-Workshop für 29,– Euro. Aber wie steht es denn mit den Resultaten?

Was die Feuerwerkfotografie betrifft: Als geübter Fotografierender kann man die Schritte leicht nachvollziehen, wenn man sie sich anliest. Und wenn man es einmal gemacht hat, kann man es sich auch ganz gut merken – man vergisst vielleicht, den Stabilisator abzuschalten oder umgekehrt, ihn anschließend wieder zu aktivieren, aber das Motiv selbst kriegt man in den Griff. Ich habe vor längerer Zeit einen Workshop zu dem Thema besucht und habe es genossen, mit einer Runde Gleichgesinnter an einem netten Ort zu stehen und alle paar Minuten die Displays der anderen zu beäugen. Es war ein Sommerabend, der bis weit nach Mitternacht nicht mehr als ein T-Shirt verlangte, und wir hatten einen Referenten, der grundsympathisch war und auf jede Frage eine fundierte Antwort wusste. Aber eine schriftliche Checkliste hätte mir zumindest technisch gesehen gereicht.

Ganz anders beim ersten Photoshop-Kurs. Ich hatte mich ein wenig in die Software eingefrickelt, nun sollten neue Tiefen erobert werden. In diesem Stadium war der Kurs unverzichtbar. Manche Dinge hat das Programm nämlich einfach nicht gemacht, obwohl es bei anderen funktionierte. Und ja, es war die richtige Ebene ausgewählt, aber eben falsch eingestellt, von welchen Ebenen Daten aufgenommen werden sollten. Das hätte ich ohne einen Trainer damals nicht herausgefunden.

Wann also lohnt sich die Investition in einen Workshop oder Kurs, wann kann man sich etwas anlesen und wann ist ein Video sinnvoll?

 

 

Video

 

Mit einem kostenlosen Text oder Video-Tutorial im Internet macht man erst einmal nichts falsch. Im schlimmsten Fall hat man Zeit verschwendet, im besten hat man alles erfahren, was man wissen wollte – plus Zugabe. Ich nutze solche Tutorials auf Youtube ganz gerne, wenn es um verrücktes Zeug geht wie beispielsweise das Generieren von Lichtstrahlen in Photoshop. Das ist eine völlig krude Aneinanderreihung von Schritten, bei denen man am Anfang nicht für möglich hält, dass tatsächlich ein beeindruckendes Ergebnis am Ende steht. Solche Anweisungen will ich dann auch nicht lesen, weil ich sehen möchte, was jeweils auf dem Bildschirm passiert. Und weil das Vertexten solcher Abläufe vermutlich in den Wald führen würde. Allerdings muss man schon ein ordentliches Grundverständnis haben – denn wenn man festhängt, kann man das Video nicht fragen, wie man weitermachen muss. Wenn man Glück hat, kann man die Frage als Kommentar stellen, aber das ist vom Aufwand her nicht zu vergleichen mit einem schnellen: “Kannst Du mal in meinen Rechner gucken, warum das bei mir nicht funktioniert?”. Dafür kann man so ein Video auch mal eben mitten in der Nacht ansehen, weil man gerade an einem Bild sitzt und genau in diesem Moment eine Idee umsetzen will.

Im Gegenzug zu solchen Perlen sieht man dann aber auch eine entsprechende Menge von Videos, bei denen man nur auf gutes Click-Baiting hereingefallen ist. Oder auf den Trend, jeden Text, der in 20 Sekunden zu lesen wäre, in ein 15-Minuten-Video zu packen, weil man dort der Werbung nicht entkommt.

Bei kostenpflichtigen Online-Kursen ist man preislich ganz schnell auf dem Niveau eines Workshops mit persönlicher Präsenz. Dafür kann man zumeist ein paar kostenfreie Ausschnitte sehen, um sich eine Meinung zu bilden, oder man erlebt große Stars, die man nur für solch ein Projekt einmal bekommt. Vieles erhält man nur im Rahmen eines Abonnements mit einer bestimmten Laufzeit und freiem Zugang zu allen Inhalten. Das habe ich schon in Anspruch genommen – und zumindest bei mir setzte schnell das Fitnessstudio-Mysterium ein: Nach einer intensiven Nutzung im ersten Monat …

 

 

Buch

 

Bücher sind wieder etwas anderes. Ich lese sie zu Themen, für die keine Kurse angeboten werden, um mich inspirieren zu lassen. Hier kann ich das Tempo selbst bestimmen, kann das Buch wieder aus der Hand legen, querlesen, einen bestimmten Abschnitt suchen und gezielt lesen. Während ich Video-Tutorials für technische Themen schätze, ziehe ich Bücher bei Kreativthemen vor. Aber natürlich gibt es auch Technikbücher, die ich als Nachschlagewerke verwende.
Gute Bücher mit erlesenen Bildern sind aber auch kein Schnäppchen – und sie beantworten keine Fragen, geben kein Feedback.

 

 

Workshop

 

Kommen wir also zurück auf die Kurse, bei denen Menschen gemeinsam ein Thema erobern. Hier gibt es gute und schlechte – wie bei Texten oder Videos auch. Die guten Veranstaltungen zeichnen sich durch Lehrer aus, die absolut sattelfest in ihrer Materie sind, Freude am Unterrichten haben und mit einer Gruppe umgehen können. Und natürlich die richtigen Inhalte gewählt haben. Manchmal muss man auch Glück mit den Teilnehmern haben – es gibt Gruppen, die harmonieren, und es gibt Gruppen, die heterogener sind, als man sich das wünschen würde. Wenn man aber mal unterstellt, dass der Trainer ein guter ist und die Inhalte dem entsprechen, was zuvor ausgelobt wurde, dann würde ich einen Kurs immer als lohnend empfinden.Er kann sich inhaltlich immer wieder auf neue Situationen und Fragestellungen einstellen – wie ein Buch, das sich erst im Moment des Lesens schreibt. Man kann Fragen stellen und sich erst dann zufriedengeben, wenn man die passende Antwort hat. Man kann sich Rückmeldung und Bestätigung holen – wenn man dafür offen ist und die Kursleitung weiß, wie man gutes Feedback gibt – und daraus Motivation und neue Impulse beziehen. Man kann (weitgehend) sein eigenes Tempo vorlegen. Man lernt Menschen mit gleichgelagerten Interessen kennen und kann unter ihnen Freunde finden. FotografInnen begutachten gerne fremdes Equipment und holen sich Erfahrungswerte.

Zumeist bekommt man in Kursen Tricks verraten, die man sonst nicht findet. Zum Beispiel die Sache mit dem Knicklicht, die in unserem besagten Kurs zur Nacht- und Feuerwerkfotografie erläutert wird. Nein, es hat nichts mit Lightpainting zu tun. Und es lässt sich hier nicht nachlesen …

 

Fazit

 

Alle Arten, sich fotografisch weiterzuentwickeln, haben ihre Berechtigung und je nach Thema, Vorwissen und Persönlichkeit ihre Vorzüge. “Lesen ist billiger” trifft dabei nicht immer zu. Wie auch immer die eigene Entscheidung ausfällt, schließe ich mich der Meinung an, dass man für herausragende Fotos das meiste Geld in Erlebnisse (wie Reisen) investieren sollte, dann in Weiterbildung und erst zuletzt in Gerätschaften.

Aus-Flug

Eine Reise im E WIE EINFACH-Luftschiff

 

Der Anruf kam am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr: “Wir starten heute Abend, wie spontan seid ihr?”, gefolgt von einem zweiten Anruf zehn Minuten später: “Wir starten nicht in Düsseldorf, sondern in Köln. Könnt Ihr um 18 Uhr in Frechen sein?” Grundregel in der Fotografie: vorbereitet sein. Akkus werden sofort nach ihrer Benutzung aufgeladen. Glück gehabt. Also die Kamera ins Auto geworfen und ab auf die Autobahn.

Im Hangar stehen ein Kleinbus und ein Anhänger, in dem sich ein Luftschiff von der Länge eines Airbus A318 bequem unterbringen lässt. Von dort geht es mit der Crew zum Bilderstöckchen. Starten und landen kann der Zeppelin auf jeder größeren Wiese, deren Eigentümer es erlaubt. Wir teilen uns das Gelände am Butzweiler Hof an diesem Abend mit einem Heißluftballon. Auf der Fahrt gibt Hermann, unser Pilot, uns eine kurze Einführung, erklärt uns die drei verschiedenen Bau- und Funktionsweisen eines Luftschiffs und gibt uns die Sicherheitseinweisung. Ebenfalls im Bus: Die Bodencrew, Marius, Jonas, Thomas und Niclas, vier Studenten sachdienlicher Studiengänge (Jonas studiert beispielsweise Luft- und Raumfahrttechnik), die den Zeppelin gleich aufbauen, startklar machen, uns Starthilfe geben und am Zielort wieder “einfangen” werden.

 

 

Die Gondel ist massiv, die Sitze wirken bequem und die Gurte versprechen Sicherheit. Anfängerfehler: Wir haben unsere beim Start viel zu straff gezogen, was die Bewegungsfreiheit beim Fotografieren auf annähernd Null gesetzt hat … Die Außenhülle passt in einen Sack, der zwar deutlich größer als eine IKEA-Tasche ist, aber doch noch recht handlich aussieht. Routiniert befestigt die Crew den Stoffschlauch an der Gondel und entfaltet ihn dann auf voller Länge auf die Wiese. Dann wird erst einmal eine große Menge Kaltluft in die Hülle geblasen, ehe am Schluss der Brenner für das Aufheizen sorgt. Über eine Revisionsluke können wir einen kurzen Moment einen Blick ins Innere mit der Flamme bekommen. Dann schnell in die Sitze, und schon heben wir ab.

 

nicht schwindelfrei

 

Vor ein paar Jahren fing es an, dass ich Höhenschwindel entwickelte. Der Aufzug im Gasometer Oberhausen erfordert geschlossene Augen und einen Platz weit weg von der Glasfläche. Auf dem Rheinturm ist der Blick senkrecht nach unten ausgeschlossen, der Anblick von Menschen, die auf den schrägen Glasböden liegen, reicht für einsetzende Schnappatmung. Schlauerweise hatte ich bereits vor 16 Uhr das Thema Höhenangst und Heißluftballon gegoogelt. Dort wurde von mehreren Quellen plausibel erklärt, dass es sich beim Höhenschwindel um ein Kommunikationsproblem zwischen Körper und Augen handelt, das nur auftritt, wenn man Boden unter den Füßen hat. Beim Blick nach unten entstehen (den FotografInnen wohlbekannte) stürzende Linien, die die Verjüngung eines Gebäudes nach unten suggerieren und damit die Anmutung, das Gebäude würde kippen. Damit sollte ich in einem Luftschiff auf der sicheren Seite sein. Tatsächlich gab es nicht eine Sekunde lang ein mulmiges Gefühl. Nach kurzer Zeit habe ich mich (im Rahmen meiner Möglichkeiten) ganz weit rausgelehnt und senkrecht nach unten geblickt.

Die Zeit in der Luft verflog. Das Reiseobjektiv war eine gute Wahl, ein Objektivwechsel wäre zeitlich und logistisch unpraktisch gewesen. Wir kümmerten uns in der Zeit lieber um grafische Figuren am Boden – oder einfach alles, was wir erhaschen konnten. Die Bodencrew war währenddessen auf dem Weg zum Ziel, einer Grünfläche in Marienburg.

 

zurück auf Anfang

 

An die Landung hatte ich bis dahin noch keinen Gedanken verschwendet. Es war tatsächlich erstaunlich sanft. Das Team sicherte alles, öffnete die Hülle – und ehe man wirklich hinsehen konnte, war die Luft raus. Zumindest die große Menge. Den Schlauch völlig luftfrei zu kriegen, das war richtige körperliche Arbeit. Die wurde am Schluss mit einem alkoholfreien Bier belohnt, nachdem der ganze Stoff wieder in seinem Zuhause und alles zusammen im Anhänger verstaut war. Bei der Menge an Endorphinen in unserem Körper hätte Alkohol ohnehin keine Wirkung mehr gezeigt …

Wir waren gegen Mitternacht zuhause. Dann erst mal die Speicherkarten geleert. Auf einem Foto war ein Gebäudekomplex zu sehen. Ganz oben rechts, das sah merkwürdig aus. Winzig, aber merkwürdig. In der 100-Prozent-Ansicht war es deutlicher: ein Paar, das mal sehen wollte, was vor der Balkontür für ein Lärm passiert. Er in schwarzem Slip, sie hielt sich gerade mal ein Kissen vor den Körper. Mal sehen, was wir auf den anderen Bildern noch entdecken.

Dank an Hermann, die Crew und E WIE EINFACH für dieses Abenteuer und Volker Sternemann fürs Mitfliegen und einen Teil der Fotos.

© Kerstin Schütze

Zwischen elf und drei

… hat der Fotograf frei. So lautet eine der Fotografie-Bauernregeln, denn wenn die Sonne hoch steht, schmeichelt der Lichteinfall von oben keinem Portraitierten und auch keiner Landschaft, die durch die kurzen Schatten keine Tiefe erreicht. Und da natürlich die beste Zeit für tolle Landschaftsaufnahmen kurz vor und nach Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang ist, ist so ein Mittagsschläfchen ja auch nicht zu verachten.

Wer aber mit drei bis fünf Stunden auskommt, der kann auch die Mittagszeit nutzen: zum Essen, für Shoppingrunden, aber auch zum Fotografieren: Im Urlaub können das die Innenraumaufnahmen von Kirchen, Museen, Hotels oder Bahnhöfen sein (immer an die Fotografiererlaubnis denken), aber auch enge Gassen bekommen um diese Zeit etwas Licht ab. Im Grunde kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen oder einfach schon mal den besten Platz auskundschaften, wo dann abends oder frühmorgens das Stativ aufgebaut wird.