Manchmal spiegelt sich im Auge, was der Besitzer des Auges als schön empfindet: YouTube-Videos, ein pulsierendes Herz, das Lieblingsgame am Computer oder gelbe und rote Blumen.










Noch nie habe ich eine solche Nähe zwischen Mensch und Hund gesehen wie bei meiner Tochter und ihrem Hund Lucy.
In den Bildern kommt diese Symbiose annähernd zum Ausdruck.














Tag 1: Licht und Finsternis – Chaos, Kontrast und Ursprung
Gott sprach, es werde Licht!
Tag 2: Himmel und Wasser – Trennung der Elemente
Gott machte das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. Und Gott nannte das Gewölbe Himmel.
Tag 3: Land und Pflanzen – Geburt der Natur
Dann sprach Gott: Die Erde lasse junges Grün sprießen, Gewächs, das Samen bildet…
Tag 4: Sonne, Mond und Sterne – Rhythmen des Himmels
Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden.
Tag 5: Vögel und Meereslebewesen – Freiheit und Bewegung
Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von Schwärmen lebendiger Wesen und Vögel sollen über der Erde am Himmelsgewölbe fliegen.
Tag 6: Tiere und der Mensch – Krone der Schöpfung
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich!
Tag 7: Ruhe – Vollendung und Frieden
Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk gemacht hatte. Gott sah alles an, was er gemacht hatte und siehe, es war sehr gut.














Wie oft sucht man im Laufe des Lebens nach seinen Schlüsseln? Und was findet man, neben der Möglichkeit, Schlösser zu öffnen? Jede Menge Persönlichkeit.
Sieben anonyme Porträts anhand des jeweiligen Schlüsselbunds führten zu erstaunlich aufschlussreichen Gesprächen über die individuellen Anhänger, deren Bedeutung und den Menschen dahinter.














Die Natur kennt kaum Parallelen, außer, wenn der Mensch eingreift. Der Mensch neigt dazu, die Natur zu parallelisieren …
Am Anfang schuf die Natur Parallelen.
Dann griff der Mensch ein und gestaltete.
Parallel.
Ordentlich.
Schwindelerregend.
Aufgeräumt und bedacht.
Bis von der Natur nicht mehr viel übrig war.
Und so wurde es kalt in der Parallel-Welt …
















Fichten-Monokulturen prägen den deutschen Wald.
Diese Kulturen sind durch die häufigen und extremen Dürren der letzten Jahre extrem geschwächt, sodass sie dem Borkenkäfer nichts mehr entgegensetzen konnten.
Die befallenen Fichten mussten gefällt und zuletzt neu aufgeforstet werden.
Ob es sich bei den Aufforstungen wieder um Fichten handelt, kann nicht gesagt werden.














Tiere und ihre pantomimischen Fähigkeiten – was denken sie wohl in diesem Moment?
















Schultische werden regelmäßig zu Opfern und Projektionsflächen für die Langeweile der Schülerinnen und Schüler. Die Frage ist dann nur, wer hat die Langeweile und damit die Bearbeitung der Tische zu verantworten? In Schulen werden immer die direkten Verursacher verantwortlich gemacht – die Schüler, aber ich habe mich gefragt, ob nicht auch mal die Lehrerinnen und Lehrer als Hauptverantwortliche für die »Zerstörungen« aus Langeweile haftbar gemacht werden sollten.














In vielen Städten gibt es kreative Umsetzungen der Ampelmännchen bei den Fußgängerampeln.
Berühmte lokale Persönlichkeiten oder Charakteristika des jeweiligen Ortes zieren symbolisch ausgewählte Lichtanlagen und machen banale Kreuzungen oder Überwege zu echten Hinguckern.


















Die Statue Karls des Großen an der alten Mainbrücke in Frankfurt mit der EZB im Hintergrund inspirierte: »Die alte und die neue europäische Idee«.
Eingerahmt wird das Thema durch die Marienstatue mit Sternenkranz auf dem Marienplatz in Krefeld-Fischeln und die heutige EU-Flagge, deren Aussehen durch den Sternenkranz vor dem blauen Himmel inspiriert wurde und Einheit, Solidarität und Harmonie der Völker Europas symbolisieren soll.
Karl der Große wurde 799 im Paderborner Epos als »Vater Europas« bezeichnet. Die Krönungsstadt der römischen Könige von 936 bis 1532 ist Aachen, die sich selbst als Europastadt sieht: In Aachen dreht sich alles um Karl den Großen und Europa. Die Karlsstatue in Frankfurt vereinigt die alte mit der neuen Idee Europas.
So groß die Unterschiede zwischen damals und heute auch sein mögen, Europa ist das verbindende Thema: Karl als europäischer Herrscher und die heutige EU als Friedensinitiative nach dem Zweiten Weltkrieg.
Einige der Bilder sind entstanden mit freundlicher Genehmigung der Domschatzkammer in Aachen.














Stoßlüften reinigt und erfrischt die Atemluft, man kann wieder freier atmen.
In Corona-Zeiten ist das Stoßlüften zum Schutz-Mechanismus vor dem Virus geworden.
In den Schulen war die Ansage: »Alle 20 Minuten Stoßlüften!«
Liebe geht auch durch eine Maske hindurch,
die allgemein empfundene Kälte weicht einem warmen Kuss,
Masken-Distanz wird durch Berührung zwischen den Generationen ersetzt!
Alle 20 Minuten Stoßlüften – für die Seele!


Im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes steht unter vielen anderen das »Drechslerhandwerk – Traditionelle Technik der mechanischen Werkstoffbearbeitung auf Basis rotierender Werkstücke«. Laut Handwerksstatistik des westdeutschen Handwerkskammertags gab es am 31.12.2020 in NRW 146 Drechsler und Holzspielzeugmacher-Betriebe. Darin sind nicht enthalten die vielen Hobby-Drechsler wie mein Vater Helmut Schindler.
Seit ich denken kann, widmete sich mein Vater als Hobby dem Drechslerhandwerk und schuf damit viele schöne Gegenstände, die seit Jahrzehnten das Haus meiner Eltern oder ihrer Freunde und Bekannten zieren. Nun wird er langsam älter und macht nicht mehr so viel in seiner Werkstatt.
Für dieses Fotoprojekt konnte ich ihn aber nochmal gewinnen, einen Kreisel zu drechseln. Die Fotos sowie die hergestellten Gegenstände sind das Erbe meines Vaters an uns Kinder.
Mein Bruder hat das Schreinerhandwerk und auch das Drechseln von unserem Vater erlernt.
Gleichzeitig wurde damit das immaterielle Kulturerbe für die Nachwelt gepflegt.
Mit dieser Fotoserie möchte ich sein Erbe in ehrender Erinnerung halten.














Wenn die Natur sich Lebensraum zurückholt, stimmt einen das zuversichtlich.
Die Bilder sind als Makroaufnahmen auf einem Schrottplatz entstanden.
Nature strikes back!














Kälte – etwas Unangenehmes. Braucht man nicht.
Oder doch? Kann Kälte auch angenehm sein – sie kann!
Kälte ist im Sommer erfrischend und schmeckt süß.














Ob die Wasserfontäne genau fünf Meter in die Höhe schießt, hängt sicherlich vom Wind und anderen Faktoren ab. Wasser, das aufgrund entsprechenden Drucks die Ruhe des Sees verlässt und zum Himmel strebt. Dennoch entsteht eine entspannte und erholsame Atmosphäre, die nur durch den starken Wind an diesem Tag gestört wurde.










Brückenbauer werden gebraucht, aber auch die Bauwerke, die die Brückenbauer von einer Seite zur anderen spannen, Brücken, sowohl im übertragenen als auch im wortwörtlichen Sinn.
In Duisburg wird zurzeit eine neue Brücke über den Rhein gebaut, und verbindet zwei Stadtteile miteinander. Hier kann man »gebraucht« im doppelten Sinne verstehen. Einerseits im Sinne von »benutzt«, andererseits im Sinne von »benötigt«. Beides trifft auf die A40-Rheinbrücke in Duisburg zu. Die alte Brücke steht noch da, während direkt daneben schon die erste Hälfte der dringend gebrauchten neuen Brücke befahren werden kann. Dass der Neubau dringend gebraucht wird, erkennt man an den gewachsenen Dimensionen, die im Vergleich zur alten Brücke deutlich zu sehen sind. Im Advent wurde die alte Brücke nochmals als »Weihnachtsbaum« gebraucht.


























So auch Bashar Al Murabea, der 2015 aus seiner syrischen Heimat Damaskus fliehen musste, um dem Militärdienst zu entgehen. Er erzählte, dass viele seiner Landsleute eine Handvoll Erde aus ihrer Heimat mitnehmen, um ein bisschen ihrer Heimat bei sich zu haben. Er selbst hatte keine Zeit und keine Möglichkeit, um Erde aus Syrien mitzunehmen.
Bashar ist über die türkische Grenze geflohen und von dort mit einem kleinen Flüchtlingsboot über das Mittelmeer nach Griechenland gekommen. Im Kosovo war er für einige Tage in einem Flüchtlingslager, von wo aus er in die Bundesrepublik Deutschland nach Duisburg kam.
Dort hat er nun eine neue Heimat gefunden.














Die Stecken stecken im Meer.
Die Pferde reiten umher.
Durch Meer und Sand
und um die Stecken herum
reiten sie im Sonnenuntergang.
Für viele ist Reiten auf einem echten Pferd das Steckenpferd. So wie für meine Tochter Mara.
Für mich als Kind waren Sonnenuntergänge mein Steckenpferd in der Fotografie!














Vielleicht sollten wir der Heilkraft der Natur wieder mehr vertrauen.
Für den Körper die Heilkräuter Salbei, Kamille und Arnika, für die Seele die Schönheit des türkischen Mohns, einer weißen und einer roten Rose.
Das tut vielleicht gut!












Das ist langweilig – immer derselbe Hund.
Das ist langweilig – schon wieder Lucy, war erst im vorletzten Projekt »Nähe« Protagonistin.
Das ist langweilig – dieser Blick!
Und dennoch habe ich Bilder von Lucy gewählt, weil sie unserer Familie unendlich guttut.
Haltet die Langeweile einfach mal aus!














Ein Halbton unter H: B – in der Musik gibt es B-Dur- und b-moll-Akkorde oder einfach nur den Ton b.
An der Harfe, auf der Querflöte, auf der Geige, am Flügel, auf der Gitarre, Mandoline oder Blockflöte: Meine Frau Antoinette hat für mich auf all diesen Instrumenten den Ton b oder den Akkord B-Dur gegriffen. Hören kann man das auf Fotos nicht, aber sehen.














Ein Schrottplatz in Duisburg-Rheinhausen: Autopark – Autoverwertung. Die gebrauchten Autos und Autoteile sind teilweise nicht mehr zu gebrauchen, aber zum Teil werden sie auch wiederverwertet.
Ein herzlicher Dank geht an die Inhaber der Autoverwertung für die freundliche Erlaubnis, auf dem Hof fotografieren zu dürfen.














Die Grenzen gehören in Europa seit 1992/93 der Geschichte an. Zwischen den Niederlanden und der Bundesrepublik gibt es zwar noch gut sichtbare Grenzen, aber man kann sie einfach passieren. Der Grenzübergang Kaldenkirchen wurde am 31.12.1992 geschlossen.
Grenzen zwischen Europäern schwinden mehr und mehr. Die heute noch bestehenden, aber nicht mehr betriebenen Grenzübergänge Schwanenhaus und Tegelen-Kaldenkirchen stehen symbolisch für die Geschichte der gefallenen Grenzen in Europa. Deshalb sind die Fotos in SW gehalten. In Farbe bewegen wir uns in die Gegenwart.
Heute kann man leicht zum Grenzgänger werden. Zumindest auf der »Neutralen Straße«.
Man muss leider mittlerweile darum bitten, dass die Grenzen auch in Zukunft offenbleiben. Selbstverständlich ist das nicht mehr. Für das Gebet um offene Grenzen gibt es ganz in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden seit 2002 eine Friedenskapelle. Auf der Tafel vor der Kapelle heißt es: »Der Friede muss getan und gewonnen werden, im Leben jedes Menschen und im Leben der Völker. In dieser Welt gibt es Frieden nur durch Versöhnung, durch Verzeihung.«




























Aktuell überarbeiten wir unser Programm grundlegend. Im Herbst starten wir mit neuen Formaten für Menschen, die aus einzelnen Bildern eigene fotografische Arbeiten entwickeln möchten: Serien, Projekte, Bildideen, Werktexte, Ausstellungen und eine klarere fotografische Handschrift.
Bis dahin gibt es keine buchbaren Termine, aber schon viele Pläne. Die Drittelregel bleibt die Fotoschule für kluge, eigenständige und bedeutungsvolle Fotografie.
Wenn Du erfahren möchtest, wie es weitergeht, trag Dich am besten in unseren Newsletter ein. Dort geben wir Einblicke in die neue Ausrichtung, stellen erste Ideen vor und laden dazu ein, die kommenden Formate kennenzulernen: