Apps

© Kerstin Schütze

Appetizer

Auf Reisen muss man gut kalkulieren, nicht nur beim Budget, sondern auch bei der Zeitplanung. Fotografierende können ein Lied davon singen, dass das beste Licht dann zu finden ist, wenn die Begleitung zu Abend essen will – oder vor dem Aufstehen. Um alles unter einen Hut zu bringen, ist Planung angesagt. Dazu gibt es einige nützliche Helfer:

Es gibt eine Reihe von (kostenfreien) Apps, die den Sonnenaufgang und -untergang an beliebigen Orten anzeigen, dazu natürlich die Zeiten für die goldenen und blauen Stunden. Dazu zählen beispielsweise “Suncalc.net”,  “suncalc.org”, “Exsate Golden Hour” oder “Dusk and Dawn”.

Kostenpflichtig sind beispielsweise “Photopills” oder “TPE (The Photographer’s Ephemeris)”, die jeweils um die 10,– Euro kosten und ein deutlich größeres Leistungsspektrum  wie Sonnenstände etc. aufweisen. Beide sind für eher ambitioniertere Fotograf/innen gedacht. Wer über einen guten Internetzugang verfügt, kann TPE im Netz auch kostenlos nutzen: https://www.photoephemeris.com. Auch Google Maps und Google Earth bieten einige Features dieser Art.

Wenn man also weiß, wann man am besten fotografiert, sollten es natürlich auch die besonderen Orte sein, an denen man sein Stativ aufbaut. Auch hier gibt es nützliche Tools wie “Fripito”, die die heißesten Orte anzeigen, und zwar speziell für Fotografierende. Fripito bietet (noch) wenige Orte in Deutschland. Einzelne Locations müssen außerdem bezahlt werden, ehe man sie ansehen kann.

Locationscout (https://www.locationscout.net/home) ist nur im Netz verfügbar, setzt eine kostenlose Anmeldung voraus und ist vollständig in englischer Sprache. Dafür sieht man mitunter großartige Bilder, nach denen man sich strecken kann, und bekommt auch fotografische Hinweise mit kleiner Beschreibung und genauer Markierung auf der Landkarte – inklusive Sonnenauf- und untergang.

Empfehlenswert sind auch gute Wetter-Apps, die (wie RainToday) beispielsweise für die nächsten 45 Minuten Regenbeginn und Regenende anzeigen und (mit Ausnahmen) erstaunlich präzise sind. Es kann sich lohnen, seine Technik rechtzeitig ein- und wieder auszupacken …

© Antje Terhaag

Ich packe meinen Koffer

Fotograf/innen sehen nicht nur anders, sie packen auch anders: Neben Kleidung für jede Wetterlage (und jeden Untergrund) sind das natürlich Kamera(s), Akkus, Speicherkarten, Akkuladegerät, Stativ, eventuell Filter, Objektive, von denen meistens nur eins genutzt wird … denn alles will ja auch getragen werden.

Recherchiert vor der Reise, spätestens am Vorabend vor Ort, wo interessante Hotspots sind und wo man am nächsten Tag hin will.

Anregungen bietet die Recherche im Internet, insbesondere die Bildersuche bei Google, 500px oder der Fotocommunity. Die entsprechenden Gruppen bei Facebook können ebenfalls viele interessante Informationen liefern. Mit einer Wetter-App kann man abends sehen, ob sich ein Frühaufstehen lohnt oder nicht. Der Blick aufs Smartphone erspart manchmal das Weckerklingeln um 4 Uhr.

Vor der Reise empfiehlt es sich, für das jeweilige Reiseziel wichtige Apps herunterzuladen. Falls es Probleme mit dem mobilen Netz geben sollte, gibt es offline-Karten. Zudem hilft immer eine App für das örtliche Bus-, Straßen- oder U-Bahnnetz inklusive Fahrtzeiten.

Zusätzlich sollte man sich schlau machen, ob man an bestimmten Orten eine Fotografier-Erlaubnis braucht und wie man sie bekommt. Zumeist ist sie notwendig in Bahnhöfen, Museen oder botanischen oder zoologischen Gärten, und sie wird nicht immer kurzfristig ausgestellt. Also rechtzeitig recherchieren und beantragen. Informationen gibt es auf den jeweiligen Webseiten entweder über die Suchfunktion, die Hinweise für Besucher oder im Pressebereich. Wenn das Fotografieren erlaubt ist, kann die Nutzung der entstehenden Bilder aber eingeschränkt sein, es lohnt sich also die Frage, ob und wo die Fotos veröffentlicht werden dürfen, oder ob sie nur für den privaten Gebrauch im heimischen Wohnzimmer bestimmt sind.