Gibt es eine Qualitätssteigerung vom “schönen” Einzelbild hin zur seriellen Fotografie? Dieser Workshop-Hypothese geht das Seminar mit Prof. Cindy Gates nach. Wer will, kann hier den perspektivischen Sprung wagen: die Gestaltung einer ganzen Serie, das Fokussieren auf eine Idee und ein Konzept, einen Bewegungsablauf, eine Geschichte oder eine Typologie.

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Inhalt

Durch Wiederholungen, Reihen und Variationen eines Gegenstandes oder Themas entsteht die serielle Darstellungsform in der bildenden Kunst. Kunsthistorischer Ausgangspunkt hierfür ist Claude Monet (1890/1891) und seine Les Meules, in denen Bildregeln erstmals konzeptionell umgesetzt wurden. Der Umgang mit Zeit und Raum und der stringente Einsatz von Elementen und Gestaltungsprinzipien erzeugen eine besondere visuelle Wahrnehmung. Abstrakte Malerei, Konstruktivismus und die Art concret haben sich der seriellen Konstruktionen gewidmet.

Angefangen mit Edward Muybridge hat die Fotografie diese Darstellungsform für sich entdeckt. Der Einfluss von Muybridges Studie „Animal Locomotion“ (1884/1885) mit seinen mehr als 20.000 Einzelbildern auf 781 Tafeln war immens und reicht bis in die heutige Zeit.

In diesem Workshop werden wir gemeinsam viele verschiedene Variationen von seriellen Darstellungsformen in der Kunst und Fotografie anschauen, die historischen Kontexte und KünsterlerInnen kennen lernen sowie aktive Bildbetrachtung und Meinungsbildung trainieren. Wir tauschen uns dabei aus, was uns gefällt und nicht gefällt, welche Elemente wie auf uns wirken und welches Potential in einer Serie steckt.

Beim ersten Treffen werden wir uns über die Diskussion der eigenen Vorlieben und Interessen zum Thema vorstellen. Mit Gruppenarbeit und einer kurze Fotografie-Übung wird die Entwicklung des kreativen Prozesses für die eigene Serie eingeleitet. Zwischen den beiden Terminen gilt es dann, eine eigene Arbeit anzufertigen und gedruckt mitzubringen.

Beim zweiten Treffen werden die eigenen Arbeiten gezeigt und diskutiert. Weiterhin werden verschiedene individuelle Gestaltungstechniken besprochen, ausgewählt und angewendet, um die Arbeiten abzurunden. Im Anschluss stellen wir unterschiedliche Präsentationsformen vor und diskutieren diese.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an FotografInnen, die kreative Impulse suchen, eine neue Herangehensweise ausprobieren wollen und nach (oder neben) der handwerklichen Fotografie die Möglichkeiten der künstlerischen Fotografie ausloten wollen. Auch die Art und Weise, ein Foto zu sehen und zu besprechen wird nach dem Besuch des Workshops eine andere sein.

Mit Einverständnis des jeweiligen Teilnehmers präsentieren wir die Arbeiten gerne auf unserer Website.

Leitung

Professorin für Fotografie, Gestaltung, Film, Multimedia und Szenografie

© Martin Rütgers

Prof. Cindy Gates war seit 1987 Hochschullehrerin für Gestaltungslehre im Bereich Foto/Film und Multimedia an der Fachhochschule Dortmund tätig.

Die Kalifornierin wird nicht nur für ihre Expertise, sondern auch für ihre konstruktive, pragmatische und unprätentiöse Art geschätzt, in der sie lehrt und an Projekten arbeitet.

Sie betreut FotografInnen individuell sowie in Gruppen bei der Ideenfindung, Konzeption, Umsetzung und Kuratierung von Projekten und begleitet diese bis hin zur Präsentation (unter anderem in Ausstellungen). 
 
Cindy Gates ist selbst künstlerisch tätig in Museen wie auch in städtischen und kommunalen Projekten.

Termine

2 Tage; sonntags 11.00 bis 17.00 Uhr; 17. und 31. März 2019

Dauer

12 Stunden

Ort

Kaiser-Wilhelm-Ring 4
40545 Düsseldorf

Teilnehmer

mindestens 6 bis maximal 12

voraussetzungen

Die grundlegende Kamerabedienung sollte beherrscht werden.

mitzubringen

Eine Digitalkamera, Speicherkarte und geladener Akku, Stativ und, falls vorhanden, ein Laptop.

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