Einzelne gute Bilder bekommst Du hin?

Dann kann die Arbeit jetzt beginnen.

Stell Dir vor, Du würdest drei Monate lang nicht nach Motiven suchen, sondern einer Idee folgen. Genau dafür gibt es das Fotoprojekt.

Ein Thema.
Deine eigene Serie.
Eine Gruppe, die mitdenkt.
Ein Ende, das Dich sehen lässt.

Aus der Serie von Barbara Werner zum Thema »Grenze«

An welchem Punkt stehst Du gerade?

vielleicht an einem von diesen

Du fotografierst viel. Die Bilder sind gut, einzeln betrachtet sogar richtig gut. Nur wenn Du sie nebeneinanderlegst, reden sie nicht miteinander. Es fehlt der Faden, der aus Aufnahmen eine Arbeit macht.

Du würdest gern etwas Eigenes zeigen, Deinen Blick, Deine Handschrift. Aber sobald Du frei wählen darfst, worüber, wird die Auswahl zur Bremse. Alles ginge, also fängst Du mit nichts an.

Du wolltest schon lange wieder ernsthaft fotografieren. Die Kamera liegt bereit, die Lust ist da. Allein kommst Du trotzdem nie ins Tun, weil niemand einen Termin setzt und nichts ein Ziel vorgibt.

Oder Dir fehlen Leute, die mitdenken. Die Deine Idee ernst nehmen und weiterdrehen, statt Dir zu erklären, welches Objektiv Du besser genommen hättest.

Vier verschiedene Ausgangspunkte, ein Format. Kameramarke, Ausrüstung und Vorerfahrung spielen dabei keine Rolle.

Serie von Manfred Menzel zum Thema »Grenze«

Und wenn alles so bleibt?

nicht schlimm.

Man kann jahrelang gut fotografieren, ohne dass je eine zusammenhängende Arbeit daraus wird.

Millionen Menschen tun das, und sie sind damit vollkommen glücklich.

So wächst das Archiv, und mit ihm ein leiser Verdacht. Die Ordner werden voller, die Festplatte größer, und trotzdem liegt da nichts, das Du vorzeigen, ausstellen oder auch nur für Dich abschließen könntest.

Und weil das Gefühl bleibt, es fehle etwas, kaufst Du irgendwann das nächste Objektiv.

Es ist nie das objektiv.

Woher kommen die Bilder, die hängen bleiben?

Immer aus einer Frage.

Geh in eine Ausstellung, blättere durch ein Fotobuch, schau Dich in einem Museum um. 

Was dort hängt und etwas in Dir auslöst, ist selten das eine geniale Einzelfoto. Es ist eine Serie: mehrere Bilder, die zusammen an einer Frage arbeiten, an der jemand Monate oder Jahre gesessen hat.

Diese Fotografinnen und Fotografen haben nicht einfach festgehalten, was sich ihnen in den Weg stellte. Sie hatten etwas, das sie umtrieb, und sind ihm mit der Kamera nachgegangen, Bild für Bild. Das ist keine Begabung, die man mitbringt oder eben nicht. Man muss nur auf die Idee kommen, so fotografieren zu wollen.

Und das ist der Moment, den Du vielleicht kennst: wenn Dir das schöne Einzelbild nicht mehr reicht und Du Bilder machen möchtest, die etwas mit Dir zu tun haben. Die von Dir erzählen und nicht nur von einem hübschen Licht.

Serie von Rainer Böhm zum Thema »Grenze«

Warum kein 365-Tage-Kalender?

Weil ein volles Jahr noch keine Arbeit ist

Es gibt viele Wege, sich zum Fotografieren zu bringen. Die tägliche Aufgabe per App, den Vereinswettbewerb, den Technikkurs, der Dir die Blende erklärt. Alle haben ihren Sinn, nur einen anderen als unseren.

Eine tägliche Challenge hält Dich bei Laune, aber sie zerlegt das Fotografieren in 365 Einzeltage, die nichts voneinander wissen.

Ein Wettbewerb kürt Sieger, und Wettbewerb ist das Letzte, was eine Idee im frühen, verletzlichen Stadium gebrauchen kann.

Ein Technikkurs erklärt die Kamera und lässt die eigentliche Frage offen: Wovon soll das Bild handeln?

Wir setzen woanders an. Bei uns arbeitest Du über Wochen an einem einzigen Thema, bekommst Rückmeldung, während die Serie entsteht, und stehst am Ende mit etwas Fertigem da.

Der Weg ist so gebaut, dass unterwegs eine Arbeit wächst und kein Stapel Fotos.

Wie funktioniert so ein Projekt?

in einem Wort

»Fotografiere, was Du denkst, und nicht, was Du siehst«, sagt Karsten Enderlein, einer unserer Dozenten.
Ein guter Satz, um zu erklären, was wir mit Dir vorhaben.

Ein Wort für alle

Zu Beginn steht ein Thema, meist ein einziges Wort, und alle bekommen dasselbe. Das klingt nach Einschränkung und ist das Gegenteil. Eine Fremdvorgabe funktioniert besser als die freie Wahl: Bei freier Wahl greifst Du zu dem, was Du ohnehin kannst, zu Deinen bewährten Motiven. Ein vorgegebenes Wort nimmt Dir diesen Rückweg. Du musst neu denken, weil Dein Autopilot nichts Passendes im Angebot hat.

Alle beantworten dieselbe Frage, und jeder beantwortet sie anders. Wie verschieden, siehst Du in unseren Ausstellungen: dasselbe Wort, dreißig Arbeiten, keine gleicht der anderen.

Das Geheimnis ist Absicht

Bis zum ersten Abend verraten wir das Thema nicht. Das hat sich über gut dreißig Projekte bewährt. Wer es vorher kennt, sortiert sich manchmal selbst aus (»liegt mir nicht«), und ausgerechnet diese Leute machen später oft die überraschendsten Arbeiten. Und wer heimlich vorarbeitet, verpasst den schönsten Moment am Kick-off: dass wirklich alle gleichzeitig bei null stehen.

Feedback, das weiterbringt

Gutes Feedback beginnt mit einer guten Frage. In den Kleingruppen wird gedacht statt bewertet. Wer einen Rat gibt, gibt ihn als Angebot, das Du annehmen kannst oder auch nicht. Unfertiges ist willkommener als das Vorzeigbare, weil man daran noch etwas ändern kann. Kein Fotoclub-Ritual, keine Objektiv-Debatte.

Serie von Maria Remo zum Thema »Grenze«

Wie läuft das Ganze ab?

In sechs Schritten, von Kickoff bis Ausstellung

Kickoff auf Zoom. Das Thema fällt, das erste laute Denken beginnt, die ersten Ideen, die ersten Irrtümer. Die besten Projekte fangen mit einem Irrtum an.

Booklet und Ideenskizze. Du bekommst Unterlagen, die Dich durch die ersten Schritte führen.

Vier Projekttreffen in Kleingruppen. Ideen schärfen, Zwischenstände zeigen, weiterdenken. Kein Pflichttermin, aber immer aufschlussreich.

Dazwischen arbeitest Du. Begleitet von kurzen Werkzeug-Modulen und drei Meilenstein-Aufgaben, zu denen wir Dir persönlich zurückmelden. So wächst die Serie über Wochen, statt in der letzten Nacht zu entstehen.

Abschlussparty. Du zeigst Deine Serie, wir feiern sie.

Online-Ausstellung. Deine Arbeit geht mit Titel, Werktext und Deinem Namen in unsere Ausstellung.

Was hast Du davon?

mehr als eine Serie.

Nach drei Monaten hast Du eine fertige fotografische Arbeit. Eine Serie mit Titel und Werktext, die in unserer Online-Ausstellung hängt, unter Deinem Namen. Etwas, das Du zeigen kannst, Deinen Leuten, einer Galerie, Dir selbst.

Das ist das Sichtbare. Das Wichtigere passiert nebenbei. Du hast einmal miterlebt, wie aus einer vagen Idee eine Arbeit wird, die steht: recherchieren, verwerfen, auswählen, sequenzieren, benennen.

Dieses Verfahren gehört ab jetzt Dir.

Beim nächsten Thema brauchst Du uns nicht mehr dafür, Du kannst es dann selbst. Dennoch kommen viele für ein weiteres Projekt wieder: Weil sie Lust darauf haben.

Wie sieht das konkret aus?

Immer anders

Über konzeptuelle Fotografie zu reden, führt nur bedingt weiter.
Ansehen hilft mehr.

Serie »Haben Menschen Ränder?« von Ulli Heil zum Thema »Grenze«

Serie »Das Vorurteil« von Manuela Backer zum Thema »Grenze«

Serie »Bahnschranken« von Heike Kreutzer zum Thema »Grenze«

In unseren Ausstellungen findest Du, was aus den bisherigen Themen geworden ist: Serien von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, von denen die meisten vorher noch nie in Serie gearbeitet hatten.

Zu den Ausstellungen →

»Das Projekt ist ein Motivationsverstärker, eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, Ideenschmiede für alles und so Impulsgeber für fotografisches Neuland, Umsetzungshilfe, wenn’s mal nicht weitergeht.«

Willy Fischel, Nordrhein-Westfalen

»Nach anfänglichem Zögern, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, macht es richtig Spaß, man trifft sich per Zoom und tauscht sich in sehr netter, lockerer Atmosphäre aus.«

Romy Boentges, Luxembourg

»Die Drittelregel Fotoschule ist der erste Ansprechpartner, mit denen ich ein ganzes Projekt verwirklichen kann.«

Elisabeth Thomas, Nordrhein-Westfalen

»Ein Projekt in der Gruppe zu entwickeln, funktioniert auch über Zoom und ist eine super Erfahrung, es gibt tolle Anregungen, der gegenseitige Austausch wirkt als Kreativitätsverstärker.«

Vera Wiehe, Nordrhein-Westfalen

»Es beeindruckt mich immer wieder, dass selbst zwei gleiche Ideen doch sehr unterschiedlich umgesetzt werden – jede Serie auf ihre je eigene Art und Weise.
Dazu kommt noch die sehr angenehme und entspannte Atmosphäre, weil es nicht um Wettbewerb und Leistungsdruck geht, besser sein zu müssen, als die anderen.«

Thomas Schindler, Nordrhein-Westfalen

Noch Fragen offen?

Diese kommen am häufigsten

Du solltest Deine Kamera bedienen können, mehr nicht. Wir arbeiten nicht an Deiner Technik, sondern an dem, was Du mit ihr sagen willst. Wenn Dir bei Blende und ISO die Grundlagen fehlen, sag Bescheid, dafür haben wir eigene Einsteigerangebote.

Ein Gerät, mit dem Du fotografieren kannst. Von der Lochkamera bis zum Smartphone ist alles erlaubt. Für die Ausstellung am Ende sollte eine digitale Fassung Deiner Bilder vorliegen, das ist die einzige technische Bedingung.

So viel oder so wenig, wie Du möchtest. Manche saugen das Thema wochenlang in sich auf und fotografieren erst kurz vor Schluss. Andere arbeiten fast täglich daran. Rechne mit den Terminen plus ein paar Stunden pro Woche, in eigener Einteilung.

Im Gegenteil, dafür ist das Projekt gemacht. Die meisten kommen ohne Serienerfahrung und gehen mit ihrer ersten fertigen Arbeit.

Es ist Deine Arbeit, kein reglementierter Wettbewerb. Anzahl, Technik, Format und Präsentation gehören zu Deinem Konzept. Voraussetzung für die Online-Ausstellung ist nur, dass sich das Ergebnis digital zeigen lässt.

Das entscheidest Du, der Umfang ist Teil Deines Konzepts. Für die Ausstellung sind sieben Bilder eine gute Richtgröße.

Die Preise findest Du auf der Buchungsseite des jeweiligen Projekts. Weil ein geheimes Thema Vertrauen verlangt, gibt es die Kickoff-Garantie: Passt Dir nach dem Eröffnungsabend das Thema oder das Format nicht, sagst Du uns innerhalb von 48 Stunden Bescheid und bekommst den vollen Betrag zurück.

Noch nicht sicher?

Zwei kleinere Türen

»Was steckt in meinen Bildern?« ist die Drittelregel-Denkweise in 45 Minuten, kostenlos, mit Deinem eigenen Archiv.

Zur Übung →

Ein kostenloser Zoom-Abend für unfertige Ideen außerhalb unserer Projekte, das nächste Mal am 23. September.

anmelden →

Wann geht es los?

Das nächste projekt Startet am Freitag, 6. November, 19:30 Uhr

Hilf uns, die Welt von bedeutungslosen Bildern zu befreien. Okay, das dürfte zu weit gegriffen sein. Aber drei Monate an einem Thema arbeiten, das geht.

Wer auf der Warteliste steht, erfährt alles zuerst und kann 48 Stunden vor allen anderen buchen. Unverbindlich, versteht sich.


Serie von Angelika Gusinde zum Thema »Erbe«