Grenzen sind Vereinbarungen mit Nachdruck.
Manchmal stehen sie auf Schildern. In Gesichtern.
Manchmal merkt man sie erst, wenn der Ton sich ändert.
Diese Ausstellung zeigt das Davor, das Dahinter und das Dazwischen.
Orte und Momente, an denen eine Linie plötzlich Bedeutung bekommt.
Grenzen – ob zwischen Gärten oder zwischen Ländern
Grenze wörtlich genommen – weil es heute wichtig ist!
Ich schaue auf Grenzerfahrungen meiner Eltern
Grenzen im häuslichen Alltag, das sind Eichstriche, Füllstriche, Orientierungsmarken – sie leiten uns an, und sie nehmen es nicht übel, wenn sie nicht strikt beachtet werden.
Vor diesem Hintergrund ist meine lakonische Serie mit Ruhe ausstrahlenden Bildern entstanden.














Der Mensch ist zahlreichen Naturphänomenen ausgesetzt. Einigen kann er ausweichen, anderen nicht. Gegen Kälte hilft eine Decke. Die Gravitationskraft hingegen können wir nicht umgehen. Sie ist immer da!
Solche Phänomene setzen uns Grenzen, innerhalb derer wir leben müssen. Sie bilden den äußeren Rahmen für die Lebensbedingungen aller Organismen. Doch was geschieht, wenn der Mensch der Natur Hindernisse in den Weg stellt? Diese Hindernisse können von der Natur als Grenze aufgefasst werden. Wie reagiert sie?
In dieser Serie betrachte ich das Licht und untersuche, wie Lichtstrahlen sich verhalten, wenn sie auf Metalloberflächen prallen. Ein Lichtstrahl durchbricht die Oberfläche nicht. Er sucht sich stattdessen einen neuen Weg. An dieser Stelle treffen sich viele weitere Strahlen. Die Punkte, an denen sie sich treffen, bilden gemeinsam eine herzförmige Figur. Physiker nennen diese Figur Kaustik.
Ich spiele mit den Lichtstrahlen einer Taschenlampe und betrachte die entstehenden Kaustiken auf verschiedenen Oberflächen. Mal ist es Stahl, mal Tee, mal Milch. Wenn ein Kochtopf von einer Lampe angeleuchtet wird, wirft er Schatten. Blickt man in den Topf, so entdeckt man eine Kurve, die sich von der dunklen Umgebung abhebt.
Diese Kurve ist auch auf hellen Oberflächen sichtbar. Bei Tee verschmelzen die Kaustiken von Topf und Tasse. Bei geeigneter Lichteinstrahlung können sich mehrere Kaustiken bilden.
Alltägliche, kaum sichtbare Dinge fordern uns heraus und überraschen uns.














Grenzen prägen unser Leben auf vielfältige Weise. Manchmal sind sie sichtbar, wie die von Hecken gesäumten Gartenräume verschiedener Länder in den »Gärten der Welt« in Berlin-Marzahn. Diese Gartenkabinette sind zur IGA 2017 entstanden und deutlich voneinander abgegrenzt, um den individuellen Charakter der Landschaftsarchitektur des jeweiligen Landes erfahrbar zu machen. Doch selbst die stärkste Gartengrenze bleibt durchlässig: Vögel überfliegen sie, Insekten durchqueren sie, und manchmal wachsen Pflanzen einfach darüber hinweg.
Anders verhält es sich mit Ländergrenzen. Sie trennen nicht nur geografische Räume, sondern auch Kulturen und Sprachen. Während einige Grenzen offen sind und den Austausch fördern, wie in zwei meiner Bildbeispiele, werden andere streng bewacht – mit Zäunen, Mauern oder Kontrollen. Ländergrenzen können verbinden, wenn sie Brücken und Übergänge schaffen, oder trennen, wenn sie Konflikte und Abgrenzung symbolisieren.
Ob im Kleinen oder im Großen – Grenzen sind nie nur Trennlinien. Sie sind Orte der Begegnung, des Austauschs und manchmal auch des Konflikts. Sie sollten durch Gespräche und gemeinsame Projekte überwunden werden.












Zu viel Zeit ist schon verstrichen.
Zu lang hat man geplant, gewartet.
Zwischen Ideen Ideen verglichen.
Zudem ist es dann ausgeartet.
Zeit rann weg in kleinen Bissen.
Zusehends erlangte es irre Größen.
Zweifel ließen mich nicht dösen.
Ich kauf ein Z und möchte lösen:
Ich bin an meiner GRENZE.










Grenzen gibt es überall: zwischen Ländern, zwischen Menschen, aber auch in der unbelebten Natur. Im einfachsten Fall entsteht eine Grenze, wenn zwei Stoffe miteinander in Kontakt stehen.
In den Bildern hier sind dies zwei Flüssigkeiten, die sich nicht mischen. An der Grenzschicht entstehen zahlreiche Phänomene. Luftbläschen benötigen lange Zeit, bis sie sich auflösen. Farbstoffpartikel streben von der einen zur anderen Flüssigkeit. Reflexion und Brechung von Licht bringen Einblicke in die Grenze, hinterlassen aber dennoch eine Unsicherheit, was dort geschieht.














So steht es im Stundenplan des Schwimmbads. Doch frei ist hier gar nichts. Wer das italienische Hallenbad betritt, begegnet einer Welt der Vorschriften, Schilder und Verbote. Schuhe müssen in eine Tüte, Jacken dürfen nicht an den Haken, Kleidung darf nicht sichtbar sein. Unter der Dusche gilt: abtrocknen, bevor man den Bereich verlässt. Und ins Wasser darf man nur zwischen 10:45 und 11:30 Uhr. Nicht früher. Nicht später. Auch wenn die Bahn leer ist.
Für jemanden wie mich, der sein halbes Leben in Schwimmbädern verbracht hat, ist das ein absurdes Erlebnis. Man wartet mit wenigen Mitstreitern vor leeren Bahnen, bis die Bademeisterin endlich den Sprung ins Wasser erlaubt. Es wirkt beinahe kafkaesk: Ein Raum, der eigentlich Bewegung, Leichtigkeit und Körperlichkeit verspricht, wird zum Schauplatz von Kontrolle, Grenzen und Misstrauen.














In der analogen Welt waren technische Grenzen klar erkennbar. Jeder wusste, dass bei der Überschreitung des Höchstdrucks in der Anlage Gefahr droht. Natürlich gab es auch Versuche, die Grenzwerte zu umgehen, etwa um mehr Leistung aus der Maschine herauszuholen. Aber die Folgen waren in der Regel unmittelbar.
Mit den analogen Gerätschaften sind auch die warnenden Marker obsolet geworden.
Und in der digitalen Welt? Wir ertrinken in einer Flut von Daten. Wir glauben oft, die freie Wahl zu haben, welche wir zur Kenntnis nehmen und welche nicht.
Ein Kipppunkt ist weniger leicht zu erkennen. Legen wir rechtzeitig die Hebel um?
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![7 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://drittelregel.de/wp-content/uploads/2026/06/7_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
Ein morgendlicher Kaffee, in Eile getrunken, nicht genossen, den Becher an einladender Stelle abgestellt.
Ein Brötchen, mit Hingabe hergestelltes Lebensmittel, ohne Nutzen weggelegt.
Ein Fahrrad, das den Weg des Besitzers ermöglicht hat, vergessen und seiner Funktion beraubt.
Eine Hauswand, unsäglich beschriftet.
Der Nachlass eines geliebten Hundes ohne Zuständigkeit des Halters, dem Schuh eines Vorübergehenden preisgegeben.
Im Exzess und Übermut der ausgelassenen Nacht wurde etwas beendet.
Täglich gehen wir an unzähligen Zeugnissen der Respektlosigkeit vorüber, ohne sie zu bemerken.














Zunehmend wird die begrenzte Fläche von Pilzen besiedelt. Sie nehmen immer mehr Raum ein, bis die Fläche vollständig überzogen ist. Verschiedene Stämme kämpfen um die Vorherrschaft. Was auf der Käserinde noch interessant aussieht, steht für mich für die Verteilungskämpfe um Länder oder Rohstoffe auf unserem Planeten. Noch sind die Grenzen nicht erreicht. Hoffentlich einigt sich die Welt auf einen bewussten Umgang mit den Ressourcen.










… sichern einen zumeist wenig genutzten Bahnübergang, der oft abseits liegt und in der Regel nicht von den zuständigen Schrankenwärter*innen eingesehen werden kann. Die Schranken sind grundsätzlich geschlossen und sollen das eigenmächtige Überqueren der Gleise verhindern. Geöffnet werden sie nur bei Bedarf, wenn z. B. Personen auf die andere Seite wechseln wollen. Und dann nur auf Anruf und auch nur, wenn gerade kein Zug kommt. Das zu wissen, hilft.
2020 gab es im Übrigen noch 482 davon in ganz Deutschland, mit jeder Streckensanierung werden es weniger. Analogien zu anderen Grenzanlagen sind nicht beabsichtigt und eher zufällig.














Das Vorurteil sitzt vor den Schubladen und wartet,
seine Gedanken verzerrt, unrealistisch, entartet.
Es kommt eine Frau vorbei, sehr gepflegt und schick,
das Vorurteil entscheidet: gefräßig, hässlich und dick,
außerdem noch dumm, lahm und faul,
wie ein alter Ackergaul.
Nun kommt ein Mann, genauso gepflegt und schick,
der Körper ist – wie bei der Frau – dick.
Das Vorurteil entscheidet: kräftig und stark,
er arbeitet körperlich, jeden Tag hart.
Es wartet weiter und hofft, dass es sich lohnt –
eine Muslima mit Kopftuch, die wird auch nicht verschont,
unterwürfig, unmündig, gezwungen im Sein,
ihr Stolz und die Würde vom Islam nur Schein.
Ein Moslem ist triebhaft, voller Würde und Stolz,
nicht wie die Frauen – die sind aus anderem Holz.
Plötzlich zwei Männer, eine Berührung, ein leidenschaftlicher Kuss,
widerlich, pervers und krank –
dafür braucht es einen ganzen Schrank.
Zwei Frauen, die gleiche Berührung, ein inniger Kuss,
heiß, geil, erotischer Hochgenuss,
sofort denkt es lüstern an einen Dreier bis zum Schluss.
Eine schwarze Frau ist immer willig und versaut,
genau das brauche ich fürs Bett, aber nicht als Braut.
Ein schwarzer Mann mit weißer Frau –
er hat sie fürs Visum, ich weiß es genau.
Hass, Diskriminierung und Vorurteile
quellen hervor aus jedem Wort und jeder Zeile.
Sie sind verletzend, zerstörend, ja sogar tödlich –
und vor allem absolut nicht wahr, entbehrlich – und völlig unnötig.














Die Grenzen gehören in Europa seit 1992/93 der Geschichte an. Zwischen den Niederlanden und der Bundesrepublik gibt es zwar noch gut sichtbare Grenzen, aber man kann sie einfach passieren. Der Grenzübergang Kaldenkirchen wurde am 31.12.1992 geschlossen.
Grenzen zwischen Europäern schwinden mehr und mehr. Die heute noch bestehenden, aber nicht mehr betriebenen Grenzübergänge Schwanenhaus und Tegelen-Kaldenkirchen stehen symbolisch für die Geschichte der gefallenen Grenzen in Europa. Deshalb sind die Fotos in SW gehalten. In Farbe bewegen wir uns in die Gegenwart.
Heute kann man leicht zum Grenzgänger werden. Zumindest auf der »Neutralen Straße«.
Man muss leider mittlerweile darum bitten, dass die Grenzen auch in Zukunft offenbleiben. Selbstverständlich ist das nicht mehr. Für das Gebet um offene Grenzen gibt es ganz in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden seit 2002 eine Friedenskapelle. Auf der Tafel vor der Kapelle heißt es: »Der Friede muss getan und gewonnen werden, im Leben jedes Menschen und im Leben der Völker. In dieser Welt gibt es Frieden nur durch Versöhnung, durch Verzeihung.«














Was, wenn wir vermeintlich urbane Sicherheit verlassen
und abenteuerlustig Wildnis wagen?
Wo ist Sicherheit, wenn das Wasser fehlt?
Wo ist Halt in wildem Wasser?
Ein schmaler Grat.
Ein Grenzbereich.
Und was, wenn die Grenzen verschwimmen,
uns umspielen, uns überspülen, uns davontragen?














»Das Gefühl der Gesundheit erwirbt man durch Krankheit.« – Georg Christoph Lichtenberg
Vor nicht allzu langer Zeit kannte ich Arztpraxen nur von sehr selten notwendigen Besuchen.
Seit einigen Jahren muss ich aus verschiedenen Diagnosegründen regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen und Behandlungen.
Ich bin sehr dankbar, dass es Ärzte und Behandlungsmöglichkeiten gibt, um die Grenzen meiner Gesundheit mit Fachwissen und Medikamenten in erträglichem Maß zu halten.
Die fotografische Auseinandersetzung mit meinen diversen Arztbesuchen bildet mein zweites Projekt.














Was ist mit der optischen Grenze von scharf zu unscharf? Was geschieht mit dem Bild, wenn ich mit weit geöffneter Blende z. B. ein Blatt fotografiere? Wunderschön ist es für das Auge, dem Schärfeverlauf ins Unscharfe zu folgen und zu entdecken, was für ein »Hero« entsteht.














Ein Grundstück ist ein räumlich abgegrenzter Teil der Erdoberfläche.
Das Gebäude darauf ist die sichtbare Grenze, die physische Hülle zwischen öffentlichem Raum und der Privatsphäre. Sie ist undurchlässig und ein Symbol für Abgrenzung: das Außen, das schützt, abschirmt und ausschließt.
Das Fenster hingegen ist das kontrollierte Versprechen von Einsicht: klein oder groß, gerahmt, manchmal getönt oder mit Accessoires gestaltet – und damit eine bewusste und begrenzte Öffnung mit Einblick in die Privatsphäre, die so Raum für Interpretation bietet …
















zeigt, wo das eine aufhört und das andere anfängt, schafft klare Verhältnisse von »Das gehört mir«, klärt, wer Zutritt hat, schützt auch die Privatsphäre und bietet Sicherheit für kleine Kinder und Haustiere, zeigt individuelle Züge und was einem wichtig ist.














Wenn ich in die Augen eines Tieres schaue, dann sehe ich ein liebenswertes Lebewesen. Wenn ich in die Augen eines Tieres schaue, dann bekomme ich einen ersten Eindruck seiner Persönlichkeit. Wenn ich in die Augen eines Tieres schaue, dann sehe ich auch den Schmerz, den so viele andere Tiere Tag für Tag erleben.
Und dann frage ich mich, wo wir als einzelne Menschen, aber auch als Gesellschaft, unsere Grenzen ziehen.
Denn diese Grenzen sind so unterschiedlich: Die einen Tiere lieben wir bedingungslos, streicheln wir Tag für Tag und freuen uns, sie zu sehen. Andere Tiere züchten wir bis zu dem Punkt, an dem das Tier leidet und uns Menschen vermeintlich glücklich macht.
Schafen nehmen wir die Wolle weg, nur damit wir den zwanzigsten Pullover im Schrank haben können. Hühner überzüchten wir so weit, dass sie das Dreißigfache an Eiern legen, sich dabei Knochen brechen, aber weitermachen müssen, nur damit wir am Sonntag ein Frühstücksei essen können. Eine Kuh müssen wir zwangsschwängern, ihr Kalb wegnehmen und sie so züchten, dass sie fast das Zwanzigfache an Milch gibt, nur um ein Käsebrot zu essen und unseren Kaffee nicht schwarz trinken zu müssen.
Ich sehe in einer Katze, einer Ziege, einem Huhn, einem Schaf und in einer Kuh im Endeffekt das Gleiche: Tiere, die geliebt werden wollen. Tiere, die einfach nur leben wollen.
Und deswegen frage ich mich, ob es nicht an der Zeit ist, die gesellschaftlichen Grenzen zu verschieben und das Leben für diese Tiere lebenswert zu machen.










Ich wäre so gerne grenzenlos und frei,
von Liebe, Energie und Mut ganz high.
Keine Grenzen im Kopf oder von außen,
einfach, wie ich bin, in die Welt hinaus, nach draußen.
Voller Fantasie und guter Gedanken,
ohne negative und störende Schranken.
Das Leben spüren und genießen,
öfter mal die Seele mit Glücksgefühlen begießen.
Tanzen, lachen, sehen und staunen,
mit Leichtigkeit und Liebe dem Leben zuzuraunen.
Worauf warten und warum nicht machen?
Es gibt keinen besseren Zeitpunkt zum Erwachen.
Mit jedem kleinen Schritt dem Ziel etwas näher,
ich blicke jetzt nach vorn und nicht mehr umher,
ganz trunken von innerem Frieden und Glück.
Es liegt ganz bei mir, es anzugehen,
beinahe bin ich am Ziel, ihr werdet sehen.
Es ist inzwischen egal, was andere denken,
ich lasse mich nicht mehr verbiegen und lenken.
Grenzenlos und frei, grenzenlos und frei,
niemand hält mich jetzt noch auf,
ich nehme deine Hand, komm mit und lauf,
nur du und ich grenzenlos und frei.
Grenzenlos und frei, grenzenlos und frei,
keine Ängste, keine Sorgen,
nur Liebe, Wärme und Mut,
denke nur an heute, nicht an morgen,
Glücksgefühle tun mir gut.
Grenzenlos und frei, grenzenlos und frei.
Grenzenlos und frei – was bedeutet das für mich?
Sich für eine Weile vom Gedankenkarussell lösen können und schöne Momente genießen, ganz und gar in dem Moment sein und nicht fünf Schritte weiter.
Negative Kommentare anderer Menschen wegschieben und an seinen tatsächlichen Wert denken, sich wertvoll und besonders fühlen dürfen.
Emotionen und Gefühle zulassen, ohne ständig zu prüfen, was andere darüber denken.
Ich erinnere mich an eine Show von Nicole Jäger, einer großartigen Frau und Comedian. Sie erzählte von einer Situation, und bevor sie am Ende war, musste ich so herzhaft lachen, weil ich die beschriebene Situation kenne und wusste, worauf es hinausläuft. Dieser Lachflash war mir sehr peinlich, weil ich das Gefühl hatte, die Pointe zerstört zu haben. Im Kino oder beim Filmeschauen bin ich ebenfalls oft sehr emotional und mitfühlend.
Manchmal sind mir diese Emotionen unangenehm, obwohl sie etwas Gutes bedeuten.
Ich würde auch gerne wieder etwas ohne Schmerz tun können bzw. die Schmerzen ignorieren und etwas machen, das mir Spaß macht.
Die gezeigten Bilder sind auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn entstanden.














Grenzen kann ich unterscheiden in Sicherheitsgrenzen für alle Menschen und Grenzen für mobilitätseingeschränkte Menschen. Einige sind sinnvoll, andere aber manchmal unüberwindlich oder mit großen Umwegen verbunden.
Sinnvoll sind die Grenzstreifen an Haltestellen oder auf Bahnhöfen für sehbehinderte Menschen.
Sinnvoll sind auch Geländer für gehbehinderte Menschen.
Besonders schlimm sind Rolltreppen oder nicht funktionierende Aufzüge.
Grenzen gibt es für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder für Eltern mit Kinderwagen.
Es gibt in Deutschland noch viel zu tun für Barrierefreiheit.














»Wie wirkt sich das Setzen eines Schärfepunktes auf ein Landschaftsfoto aus?« Ich war neugierig und freue mich über das Ergebnis:
Schärfepunkte in den Vordergrund, ins Mittelfeld oder in den Hintergrund zu setzen, verändert bei gleichen Aufnahmebedingungen die Emotion, die das Bild ausstrahlt.














Gibt es ein grundlegendes Muster zwischen Nähe und Distanz,
oder loten wir lebenslang unsere Grenzen aus?
Als Kind erkunden wir spielerisch:
Was ist zu nah und was zu fern?
Als Erwachsene bestimmen wir bewusst
unsere individuellen Ränder
und schaffen unseren Schutzraum.
Nicht immer sind diese Grenzen klar.
Sie verwischen
und drängen auf neue Definition.














Zeitreise. Die Erfahrungen meiner elterlichen Familien zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren von existenziellen Grenzerfahrungen geprägt. Die beiden Familien wurden in dem strengen Winter 1944/45 aus ihrer bisherigen Heimat in Schlesien vertrieben, und die Frauen mussten zu Fuß Hunderte Kilometer weit fliehen, während die Männer noch im Krieg waren oder schon nicht mehr lebten. An den Ankunftsorten waren sie nirgends willkommen.
Mein Vater geriet 1944 in Frankreich in Kriegsgefangenschaft und durfte erst ein Jahr nach Kriegsende wieder nach Deutschland zurückkehren.
Ich schaue auf unvorstellbare Erfahrungen meiner Familie zum Ende des Zweiten Weltkriegs, als Hitlers Schreckensherrschaft endlich (!) ihr Ende fand.
Hunger, Erschöpfung, Kälte und die anschließende Erfahrung, es überlebt zu haben, waren überaus prägende Erfahrungen in meiner Familie.
Und ich sehe, welcher Überlebenswille damit verbunden gewesen sein musste, dass meine Mutter, meine fünf Tanten und meine beiden Großmütter das überlebt haben, während viele andere Menschen buchstäblich »auf der Strecke geblieben sind«.
Und ich sehe auch, was nach dem Krieg daraus erwachsen ist.














Es gibt Grenzen, die nicht als Linie erscheinen.
Sie liegen zwischen einem Gesicht und seiner Hülle.
Zwischen einem Körper und seiner Erinnerung.
Zwischen dem, was noch benutzt wird, und dem, was nur noch da ist.
Schubladen können Ordnung versprechen.
Grabsteine auch.
Aber nichts davon erklärt, wohin etwas verschwindet, wenn es nicht mehr hier ist.














»Mir sin so knapp, dass mir no jäns der Grenze müent go yykaufe.«
Tramverkehr. Die Tramlinie 8 fährt in dichtem Takt vom schweizerischen Basel nach Weil am Rhein in Deutschland. In Deutschland kann man günstiger einkaufen. Das Trämmli wird rege genutzt und ist immer voll besetzt.
Auf dem Weg von CH nach D kontrolliert die deutsche Bundespolizei in jüngster Zeit in jeder 8er-Tram die Reisedokumente. Auf dem Weg von D nach CH kontrolliert gelegentlich der Schweizer Zoll, ob die Warenwert-Freigrenze eingehalten wird.
Einzukaufen in Deutschland kommt dem Zugeständnis gleich, nicht genug Geld zu haben, um den Einkauf in der Schweiz bequem zahlen zu können.
















Spuren der Berliner Mauer – ein Ort, an dem Geschichte, Erinnerung und Gegenwart ineinandergreifen.
Von Beton und Stahl bis zu offenen Räumen und Licht zeigt sie den Wandel von Trennung zu Verbindung. Die Fotografien folgen dem Verlauf der Bernauer Straße und deuten die Grenze als physisches, politisches und emotionales Phänomen.
Jedes Motiv steht für eine Etappe dieses Wandels: vom Verschlossenen zum Durchlässigen, vom Schatten ins Licht.
Am Ende steht nicht mehr der Beton, sondern der Raum: offen, hell, menschlich.








Hier zeigt sich die ursprüngliche Mauerstruktur mit freigelegtem Bewehrungsstahl – der Moment, in dem Geschichte buchstäblich durchbricht. Ort: Dokumentationszentrum Berliner Mauer, Bernauer Straße.

Die klare Geometrie der Mauerelemente erinnert an die Präzision des Systems und die totale Sichtkontrolle, die einst das Gelände dominierte. Ort: ehemaliger Grenzstreifen am Nordbahnhof.

Die Mauerelemente mit bemalten Fragmenten zeigen, wie Kunst und Vegetation gemeinsam die Geschichte überlagern – aus der Grenze wird Ausdruck. Ort: Bernauer Straße, nahe dem Mauerpark.

Hier öffnet sich die Struktur: Metallstäbe ersetzen Beton, das Auge findet erstmals Tiefe und Licht – der Wendepunkt der Serie. Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer, Sichtachse zum Mauerstreifen.

Die eingelassene Linie »Berliner Mauer« zieht sich durch das Straßenpflaster – ein stilles Mahnmal, das Geschichte im Alltag verankert. Ort: ehemaliger Grenzverlauf an der Bernauer Straße.

Hier begegnet man der Grenze als Begriff, nicht als Bauwerk – ein Übergang vom Materiellen zum Symbolischen. Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer, Außengelände.

Hier wird die ehemalige Grenze zur Bühne: Menschen gestalten frei, was einst unüberwindbar war – lebendige Freiheit in Farbe. Ort: Berliner Mauerpark, Graffiti-Wand.
Ein Ort für Träume, Sehnsüchte, für die großen und kleinen Fragen, die uns begegnen.
Alles ist möglich, keine Erfahrung gleicht der anderen, mag für jeden ganz verschieden sein.
Der Himmel steht für Unendlichkeit, Ewigkeit und Hoffnung, ist Wohnort Gottes und der Engel, steht für Frieden, Ruhe, Glück und Freiheit, für den 7. Himmel. Und das jeden Tag, ganz gleich, wo wir uns befinden: ob in der Natur, im Hochhaus oder im Flugzeug hoch oben.














… unterbrechen den Straßenverkehr für eine sichere Durchfahrt von Zügen. Eine Grenze, vor der wir auf beiden Seiten warten und hinter der die Züge mit hoher Geschwindigkeit vorbeirauschen. Geschenkte Zeit, die uns in flüchtigen Momentaufnahmen auch die faszinierende Grenze zwischen Stillstand und Bewegung sichtbar werden lässt.










Eine Grenze interessiert mich in letzter Zeit besonders: der Verlauf von Farbaufträgen in der Malerei – ihr Übergang von scharf zu unscharf. Also loslassen, einfach Farbe auftragen, trocknen lassen, dann gespannt mit den Augen und der Kamera die Schärfe im Bild verfolgen, bis sie sich langsam ins Nirvana verliert. Haiku mal anders.














Machst du mit?
Ein konzeptionelles Fotoprojekt ist weit weniger elitär, als der Name befürchten lässt.
Ein fotografisches Gerät und eine Portion Neugier und Denkvermögen reichen völlig aus.
Den Rest liefern wir.
Tatsächlich ist so ein Fotoprojekt, bei dem man zuerst ein Konzept und danach eine Bilderserie entwickelt, eine ausgesprochen freudvolle und bereichernde Angelegenheit. Wir führen Dich Schritt für Schritt durch den Prozess, nachdem wir Dich zuvor mit einem Thema überrascht haben.
In unseren Online-Treffen kannst Du Dich mit den anderen Teilnehmern austauschen und gemeinsam feilt Ihr an den einzelnen Ideen.
Und weil es dazu noch viel mehr zu sagen gibt, klick einfach auf den Button:
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Aktuell überarbeiten wir unser Programm grundlegend. Im Herbst starten wir mit neuen Formaten für Menschen, die aus einzelnen Bildern eigene fotografische Arbeiten entwickeln möchten: Serien, Projekte, Bildideen, Werktexte, Ausstellungen und eine klarere fotografische Handschrift.
Bis dahin gibt es keine buchbaren Termine, aber schon viele Pläne. Die Drittelregel bleibt die Fotoschule für kluge, eigenständige und bedeutungsvolle Fotografie.
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