Atemzug

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Ich mache unser Lied an,
schließe meine Augen,
bewege mich zur Musik.
Ich fühle sie,
spüre den Rhythmus,
jedes Gefühl, jede Emotion.

Ich bin in dem Raum.
Der Raum ist nun anders.
Er ist ruhig und leer
dennoch ist es unser Raum.

Du bist nicht fort,
du bist in mir.
In jedem Atemzug
bleibst du hier.
Ich trag’ dich weiter,
Schritt für Schritt –
mein Herz geht
mit deinem mit.

Ich lege dein Parfum auf,
wickle mich in eine Decke,
spüre die Wärme,
genieße es,
in Gedanken versunken,
ganz bei dir.

Ich höre deine Stimme in meinem Kopf,
deine Worte,
die mir sagen, dass ich wertvoll bin,
und geliebt werde.
Ich möchte noch einmal dein Lachen hören,
dich noch einmal riechen,
ganz sanft berühren
und ein letztes Mal
deinen Herzschlag spüren.

Ich dachte, ich zerbreche
an dieser leeren Zeit.
Doch zwischen all den Tränen
wächst leise Dankbarkeit.
Denn was wir uns gegeben haben,
nimmt mir niemand mehr.
Es lebt in meinen Händen,
es lebt in mir so sehr.

Du bist bereits vorausgegangen,
ich versuche, mich abzulenken,
widme mich anderen Dingen.

Ich trage alles, was uns verbindet, in mir,
durch meine Gefühle und Erinnerungen
bleibt immer ein Teil von dir bei mir.

Kolumbarien

Kolumbarien sind eine Alternative zur traditionellen Urnenbestattung in Erdgräbern.Kolumbarien befinden sich oberirdisch. Ein Kolumbarium ist pflegefrei und kostengünstiger. Es gibt sie als Urnenwände, freistehend auf Friedhöfen oder in Parks, als Säulen/Stelen, in speziellen Räumen wie Kirchen oder Klöstern, extra geschaffene Räume oder ehemalige Mausoleen. Es gibt Einzel-, Doppel- oder Familienkammern, Nischen zur Aufbewahrung der Urnen. Es gibt unterschiedliche Arten der Verschlußplatten für die Kammern z.B. aus Stein, Holz usw., diese werden graviert.
Ein Kolumbarium ist ein Ort der Ruhe und der Würde, es ist ein anderes Gefühl als auf einem herkömmlichen Friedhof.

Der Memorial Cube

Der Memorial Cube wurde von Wil Joosten entwickelt. Mit diesem Konzept hat er eine einzigartige und innovative Form des Kolumbariums geschaffen.
Der Cube wird über eine App gesteuert. Über die Gedenk-App kann eine digitale Erinnerungsseite erstellt werden – mit Fotos, Texten, Lieblingsliedern und weiteren persönlichen Inhalten. Menschen, die an einer schweren Erkrankung leiden und wissen, dass ihr Lebensende bevorsteht, haben zudem die Möglichkeit, im Voraus persönliche
Nachrichten zu hinterlegen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlicht werden. Der Memorial Cube benötigt nur eine geringe Grundfläche und kann äußerlich sehr unterschiedlich gestaltet werden. In Maastricht beispielsweise ist er mit Stahl verkleidet und wirkt wie eine moderne Kunstinstallation. Auf einer Grundfläche von etwa 25 m² bietet er Platz für bis zu 3.300 Urnen. Die Asche wird in Form einer Aschekugel in
den Cube eingeführt. Der Zeitpunkt der Einlage wird über die Memorial-App reserviert. Angehörige erhalten zusammen mit der Aschekugel eine Magnetkarte. Über die App kann ein bestimmtes Datum – beispielsweise an Weihnachten – ausgewählt werden, an diesem
Tag kann die Aschekugel mithilfe der Karte entnommen und mit nach Hause genommen werden. Die Mitnahme der Kugel zu einem bestimmten Datum ist bisher in Deutschland nicht gestattet. Des Weiteren, tut man sich aktuell mit dem Memorial Cube in Deutschland noch schwer, weil sehr viele Gewerke am Tod verdienen. Auf dem Dach des Memorial Cube befinden sich Solarpanels sowie ein integrierter Wasserablauf zur Ableitung von Regenwasser. Noch in diesem Jahr wird ein weiterer Memorial Cube in England errichtet – speziell für Fußballfans. Dieser Cube wird deutlich größer sein und nach hinten erweiterbar. Er verfügt über eine Leinwand, auf der Bilder, Texte und weitere Erinnerungsinhalte angezeigt werden können.

Weitere Cubes in anderen Ländern sind bereits in Planung.

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