Das Stadion des SV Werder Bremen (inzwischen ein reines Fußballstadion) liegt direkt an der Weser und ist – vor allem aufgrund der architektonisch einmaligen (und preisgekrönten) PV‑Anlage – auffällig und von weither sichtbar. Das wechselnde Licht und die dabei entstehenden verschiedenen Spiegelungen machen das Stadion auch zu einem beliebten Fotomotiv.
Trotzdem gab es eine »aufgeheizte« Debatte um diese PV‑Anlage. Zum einen um den Teil der Fassade, der an das neben dem Stadion liegende Schwimmbad angrenzt: Sie sei zu grell, sie blende die Badegäste und versenge den Rasen. Zum anderen um die Frage von Energieerzeugung und ‑verbrauch. Es entstand zwar ein Solarkraftwerk, das etwa 300 Haushalte mit Strom versorgt und ungefähr 450 Tonnen CO₂ jährlich einspart. Jedoch wurden im Zuge des Umbaus aber auch Energiefresser eingebaut, wie z. B. eine spezielle Beleuchtung für den Rasen (dem damit Sonnenlicht vorgegaukelt wird, damit er grün bleibt).
Der Strom aus der Solaranlage wird nicht direkt vom Stadion verbraucht, sondern ins Netz eingespeist. Der Stromanteil, den das Stadion insgesamt verbraucht, liegt allerdings über dieser Menge …
Die Fotoserie zeigt die Fassade und die Solarzellen aus unterschiedlichen Perspektiven, zudem einen der Flutlichtmasten und einen grünen (in diesem Fall beheizten) Rasen auf einem Trainingsplatz.