Die Grenze des Lichts

Verfasst von

in

Der Mensch ist zahlreichen Naturphänomenen ausgesetzt. Einigen kann er ausweichen, anderen nicht. Gegen Kälte hilft eine Decke. Die Gravitationskraft hingegen können wir nicht umgehen. Sie ist immer da!

Solche Phänomene setzen uns Grenzen, innerhalb derer wir leben müssen. Sie bilden den äußeren Rahmen für die Lebensbedingungen aller Organismen. Doch was geschieht, wenn der Mensch der Natur Hindernisse in den Weg stellt? Diese Hindernisse können von der Natur als Grenze aufgefasst werden. Wie reagiert sie?

In dieser Serie betrachte ich das Licht und untersuche, wie Lichtstrahlen sich verhalten, wenn sie auf Metalloberflächen prallen. Ein Lichtstrahl durchbricht die Oberfläche nicht. Er sucht sich stattdessen einen neuen Weg. An dieser Stelle treffen sich viele weitere Strahlen. Die Punkte, an denen sie sich treffen, bilden gemeinsam eine herzförmige Figur. Physiker nennen diese Figur Kaustik.

Ich spiele mit den Lichtstrahlen einer Taschenlampe und betrachte die entstehenden Kaustiken auf verschiedenen Oberflächen. Mal ist es Stahl, mal Tee, mal Milch. Wenn ein Kochtopf von einer Lampe angeleuchtet wird, wirft er Schatten. Blickt man in den Topf, so entdeckt man eine Kurve, die sich von der dunklen Umgebung abhebt.

Diese Kurve ist auch auf hellen Oberflächen sichtbar. Bei Tee verschmelzen die Kaustiken von Topf und Tasse. Bei geeigneter Lichteinstrahlung können sich mehrere Kaustiken bilden.

Alltägliche, kaum sichtbare Dinge fordern uns heraus und überraschen uns.