Generation X

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Generation X trägt eine kulturelle Signatur, die sich aus einem Leben zwischen zwei Welten speist: der analogen Prägung und der digitalen Beschleunigung. Die Fotoserie nähert sich der Übergangsgeneration über ihre materiellen Spuren: Objekte und Bilder aus dem Alltag, verstanden als Materialgeschichte der 1980er‑Jahre. Gezeigt werden Träger aus einer Zeit, in der Erinnerung physisch gebunden war: speicherbar, ablegbar, beschriftbar und zugleich verlierbar.

Musikkassette, Videokassette oder Floppy-Disc erscheinen hier nicht als nostalgische Relikte, sondern als Asservate eines biografischen und kulturellen Übergangs: einer Generation, die analog aufwuchs und sich digital gewandelt hat.

Die Arbeiten folgen einer archivischen Logik. Fundstücke werden nummeriert, markiert oder teilweise anonymisiert. Eingriffe wie Etiketten oder handschriftliche Spuren verweisen auf Prozesse der Auswahl, Verwaltung und Überschreibung von Erinnerung.

Generation X wird hier nicht als lineare Erzählung verstanden, sondern als Sammlung fragmentarischer Spuren. Was bleibt, ist nicht die vollständige Geschichte, sondern das, was sich materialisieren ließ und was der Zeit standgehalten hat.