Was macht man, wenn man nicht laufen kann und trotzdem an diesem Projekt teilnehmen möchte?
Ich versuchte, am Schreibtisch sitzend eine Lösung zu finden, und schaute mir zunächst ziemlich durchgeistigt, mit nach innen gekehrtem Blick, meine unmittelbare Umgebung an – ziemlich unordentlich für Uneingeweihte, aber mit potentiellem Charakter für meine künftigen eigenen Projekte.
Dann durchzuckte mich ein Geistesblitz, und ich begann, sitzenderweise mit der Kamera die mich umgebenden Dinge zu erforschen und zu abstrahieren. Das Fensterlicht passte hervorragend.
Sieben Ansichten meiner direkten Umgebung konnte ich aufnehmen, ohne die Dinge anzuordnen.
Was gefiel mir als Fotoobjekt?
Links von mir auf dem Fensterbrett: ein kindskopfgroßer Granitbrocken mit Höhlen wie Augen, den ich einmal im Wald fand; ein vor Jahren aufgesammeltes und fast zerfallenes Stück Holz, auch aus dem Wald; bunte Alufolie, die einst Pralinen umwickelte und schön geglättet und gestapelt auf dem Fensterbrett lag; eine große, aufgeplusterte Plastiktüte mit wenig Inhalt, schnell dort abgelegt.
Rechts von mir: zwei Griffe meines Unterschreibtischschranks.