Nuoto libero – Freies Schwimmen

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So steht es im Stundenplan des Schwimmbads. Doch frei ist hier gar nichts. Wer das italienische Hallenbad betritt, begegnet einer Welt der Vorschriften, Schilder und Verbote. Schuhe müssen in eine Tüte, Jacken dürfen nicht an den Haken, Kleidung darf nicht sichtbar sein. Unter der Dusche gilt: abtrocknen, bevor man den Bereich verlässt. Und ins Wasser darf man nur zwischen 10:45 und 11:30 Uhr. Nicht früher. Nicht später. Auch wenn die Bahn leer ist.

Für jemanden wie mich, der sein halbes Leben in Schwimmbädern verbracht hat, ist das ein absurdes Erlebnis. Man wartet mit wenigen Mitstreitern vor leeren Bahnen, bis die Bademeisterin endlich den Sprung ins Wasser erlaubt. Es wirkt beinahe kafkaesk: Ein Raum, der eigentlich Bewegung, Leichtigkeit und Körperlichkeit verspricht, wird zum Schauplatz von Kontrolle, Grenzen und Misstrauen.

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