Grenzen – ob zwischen Gärten oder zwischen Ländern

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Grenzen prägen unser Leben auf vielfältige Weise. Manchmal sind sie sichtbar, wie die von Hecken gesäumten Gartenräume verschiedener Länder in den »Gärten der Welt« in Berlin-Marzahn. Diese Gartenkabinette sind zur IGA 2017 entstanden und deutlich voneinander abgegrenzt, um den individuellen Charakter der Landschaftsarchitektur des jeweiligen Landes erfahrbar zu machen. Doch selbst die stärkste Gartengrenze bleibt durchlässig: Vögel überfliegen sie, Insekten durchqueren sie, und manchmal wachsen Pflanzen einfach darüber hinweg.

Anders verhält es sich mit Ländergrenzen. Sie trennen nicht nur geografische Räume, sondern auch Kulturen und Sprachen. Während einige Grenzen offen sind und den Austausch fördern, wie in zwei meiner Bildbeispiele, werden andere streng bewacht – mit Zäunen, Mauern oder Kontrollen. Ländergrenzen können verbinden, wenn sie Brücken und Übergänge schaffen, oder trennen, wenn sie Konflikte und Abgrenzung symbolisieren.

Ob im Kleinen oder im Großen – Grenzen sind nie nur Trennlinien. Sie sind Orte der Begegnung, des Austauschs und manchmal auch des Konflikts. Sie sollten durch Gespräche und gemeinsame Projekte überwunden werden.

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