Manchmal reicht ein Funke.
Manchmal reicht Juli.
Manchmal reicht ein falsches Wort.
aufgeheizt beschreibt den Moment,
in dem Temperatur und Stimmung gemeinsame Sache machen.
Diese Ausstellung zeigt Hitze als sichtbare Kraft.
Sie liegt auf Haut und Asphalt,
in Farben, Gesten und Räumen.
Und manchmal nur in der Luft zwischen zwei Dingen.
Ein aufgeheiztes Thema gibt es in Familien, wenn es um die Bestattung eines Verstorbenen geht. Zunehmend wird eine Einäscherung beschlossen.
Die letzte Fahrt geht dann in ein Krematorium.
Auf den Sarg wird ein Stein mit einer Nummer gelegt, der nicht verbrennt. So kommt es auch nicht zu Verwechslungen. Bei über 1200 Grad wird der Sarg in den Ofen geschoben. Die Asche wird in eine Urne gefüllt, die von einem Bestatter abgeholt wird. Alle nichtbrennbaren Teile werden, wenn die Angehörigen sie nicht mitnehmen wollen, entsorgt.
In unserem Krematorium in Mechernich kann man sich auch auf dem hauseigenen Friedhof bestatten lassen.







Mit ihren sternförmigen Funken zieht eine Wunderkerze alle Blicke auf sich. Sie ist ein kleines Feuerwerk, das man wunderbar zweckentfremden kann, um eine Mandarine zum Glühen zu bringen.
In dem unscheinbaren Überzug befinden sich im Wesentlichen vier verschiedene Stoffe: Eisenpulver für den eigentlichen pyrotechnischen Effekt. Beim Verbrennen werden winzige Metallteilchen stark erhitzt und glühen hell auf. Aluminiumpulver als eine Art Treibstoff für die Verbrennung. Damit das Aluminium verbrennen kann, kommt ein Oxidationsmittel, das Bariumnitrat als Sauerstofflieferant, hinzu. Ein Bindemittel sorgt dafür, dass alle Bestandteile an dem Draht haften bleiben und nicht abfallen.
Jetzt wird angezündet. Das Bariumnitrat fängt Feuer und spaltet sich auf. Dabei wird Sauerstoff frei, der wiederum das Verbrennen des Aluminiumpulvers ermöglicht. Es brennt mit etwa 750–850 Grad.
Jetzt wird es kompliziert: Diese Temperatur entzündet das Eisenpulver, wobei kleine Explosionen entstehen, die kleine entzündete Eisenpartikel in die Luft katapultieren. Größere Partikel teilen sich dabei nochmals auf und bilden die vielen Sterne. Es entstehen Temperaturen von bis zu 1600 Grad
Da die Wunderkerze ihren eigenen Sauerstoff mitbringt, kann sie auch innerhalb der Mandarine weiterbrennen und sie so zum Leuchten bringen.







1200 Grad bedeuten in der Regel Vernichtung und Zerstörung.
Doch bei 1200 Grad entsteht auch Kunst – filigran, formvollendet, fantasievoll und ausdrucksstark. Glaskunst und Glasblasen sind ein uraltes Handwerk. Es fasziniert, wie aus einer lavaartigen, leuchtenden und flüssigen Masse wahre Kunstwerke entstehen: Gläser, Fenster, Perlen und kunstvoll gestaltete Gebrauchsgegenstände.
Die Technik des Glasblasens bietet dabei zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten und vereint Kraft, Präzision und Kreativität auf einzigartige Weise.







Wenn im Winter nass und kalt
Regen an die Fenster prallt
und die Sonne sich versteckt,
ist ein Plan schnell ausgeheckt.
Wie gemütlich wär’ es dann
hätte man den Ofen an!
Gab’s nicht Holz vom letzten Jahr,
das im Garten hinten war?
Also Scheite schnell gemacht,
aufgehäuft, hinein gebracht
und ganz kunstvoll, Schicht für Schicht,
aufgesetzt, damit es licht
und auch hell dann brennen kann,
Wärmequell aus Buch’ und Tann.
Streichholz dran und schon im Nu
brennt das Holz, wir schauen zu.
Wohl’ge Wärme zieht alsbald
durch das Haus, es bleibt nicht kalt
und wir freu’n uns an dem Schein,
leuchtet uns ins Zimmer rein.
So ein Ofen, ganz gewiss,
macht’s gemütlich … und warm!







Soll ich die allseits aufgeheizte Stimmung kommentieren?
Nein, ich lasse einfach meine Fotos »sprechen«.





Was wäre die Weihnachtszeit ohne die leckeren Schoko-Nussberge aus dem Supermarkt?
Aber halt – wer sagt denn, dass wir das nicht selbst bewerkstelligen können? Also geht’s los – schon ein Kinderlied hat klargemacht, wie so etwas geht! Alle singen es beim Backen und Kneten, also sollten uns die Schoko-Nussberge doch auch gelingen.
Und sie schmecken verboten lecker!!!
… nach mehr!







Unsichtbare Energie, die stetig fließt.
Ich suche den Ursprung.
Da steht er – bedrohlich und stark, fremd und doch vertraut.
Er zieht mich magisch an.
Ich verliere mich in ihm.
Will nur noch weg.
Schaffe den Absprung.
Ich stehe da und blicke mich um.
Und plötzlich sehe ich ihn mit anderen Augen.
Aus Bedrohung wird Nähe.




Ein Samstagmorgen in einer privaten Rösterei. Kaffeeduft liegt in der Luft.
Ein hohes Arbeitstempo und die Steuerung von Temperaturen bis zu 220 Grad sind notwendig, um ein gewünschtes Aroma zu erzielen. Rohkaffeebohnen mit klangvollen Namen wie Sidonia, Lekempti oder Tepi, eine Rösttrommel, eine Menge an Wissen und Erfahrung sind Voraussetzung für ein wohlschmeckendes Ergebnis. Jeder Handgriff ist bedeutend: welche Bohne gewählt, wie hoch die Temperatur gesteuert und wie lange sie gehalten wird.
Die Reihenfolge der einzelnen Schritte wiederholt sich an diesem Morgen mehrfach. Entscheidung für eine Kaffeesorte, Abwiegen und Einfüllen in den Trichter der Rösttrommel, nach wenigen Minuten das Umfüllen der heißen Kaffeebohnen in das rotierende Kühlsieb, Ablaufen der fertigen Bohnen in ein Gefäß zum späteren Abfüllen.
Das Endergebnis nach ungefähr 14 bis 19 Minuten sind die jetzt dunkelbraunen, duftenden Kaffeebohnen, bereit zur Verarbeitung für die Tasse heißen, aromatischen Kaffees.







Aufgeheizte Emotionen – gefühlt an jeder Ecke, manchmal dezent und kontrolliert, manchmal plötzlich, überraschend und heftig, bis hin zu extremen und unkontrollierten Ausbrüchen, manchmal wie ein Ventil, durch das die Situation sich (hoffentlich) doch wieder abkühlt, eingegrenzt und beruhigt.







Ich mache unser Lied an,
schließe meine Augen,
bewege mich zur Musik.
Ich fühle sie,
spüre den Rhythmus,
jedes Gefühl, jede Emotion.
Ich bin in dem Raum.
Der Raum ist nun anders.
Er ist ruhig und leer
dennoch ist es unser Raum.
Du bist nicht fort,
du bist in mir.
In jedem Atemzug
bleibst du hier.
Ich trag’ dich weiter,
Schritt für Schritt –
mein Herz geht
mit deinem mit.
Ich lege dein Parfum auf,
wickle mich in eine Decke,
spüre die Wärme,
genieße es,
in Gedanken versunken,
ganz bei dir.
Ich höre deine Stimme in meinem Kopf,
deine Worte,
die mir sagen, dass ich wertvoll bin,
und geliebt werde.
Ich möchte noch einmal dein Lachen hören,
dich noch einmal riechen,
ganz sanft berühren
und ein letztes Mal
deinen Herzschlag spüren.
Ich dachte, ich zerbreche
an dieser leeren Zeit.
Doch zwischen all den Tränen
wächst leise Dankbarkeit.
Denn was wir uns gegeben haben,
nimmt mir niemand mehr.
Es lebt in meinen Händen,
es lebt in mir so sehr.
Du bist bereits vorausgegangen,
ich versuche, mich abzulenken,
widme mich anderen Dingen.
Ich trage alles, was uns verbindet, in mir,
durch meine Gefühle und Erinnerungen
bleibt immer ein Teil von dir bei mir.
Kolumbarien
Kolumbarien sind eine Alternative zur traditionellen Urnenbestattung in Erdgräbern.Kolumbarien befinden sich oberirdisch. Ein Kolumbarium ist pflegefrei und kostengünstiger. Es gibt sie als Urnenwände, freistehend auf Friedhöfen oder in Parks, als Säulen/Stelen, in speziellen Räumen wie Kirchen oder Klöstern, extra geschaffene Räume oder ehemalige Mausoleen. Es gibt Einzel-, Doppel- oder Familienkammern, Nischen zur Aufbewahrung der Urnen. Es gibt unterschiedliche Arten der Verschlußplatten für die Kammern z.B. aus Stein, Holz usw., diese werden graviert.
Ein Kolumbarium ist ein Ort der Ruhe und der Würde, es ist ein anderes Gefühl als auf einem herkömmlichen Friedhof.
Der Memorial Cube
Der Memorial Cube wurde von Wil Joosten entwickelt. Mit diesem Konzept hat er eine einzigartige und innovative Form des Kolumbariums geschaffen.
Der Cube wird über eine App gesteuert. Über die Gedenk-App kann eine digitale Erinnerungsseite erstellt werden – mit Fotos, Texten, Lieblingsliedern und weiteren persönlichen Inhalten. Menschen, die an einer schweren Erkrankung leiden und wissen, dass ihr Lebensende bevorsteht, haben zudem die Möglichkeit, im Voraus persönliche
Nachrichten zu hinterlegen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlicht werden. Der Memorial Cube benötigt nur eine geringe Grundfläche und kann äußerlich sehr unterschiedlich gestaltet werden. In Maastricht beispielsweise ist er mit Stahl verkleidet und wirkt wie eine moderne Kunstinstallation. Auf einer Grundfläche von etwa 25 m² bietet er Platz für bis zu 3.300 Urnen. Die Asche wird in Form einer Aschekugel in
den Cube eingeführt. Der Zeitpunkt der Einlage wird über die Memorial-App reserviert. Angehörige erhalten zusammen mit der Aschekugel eine Magnetkarte. Über die App kann ein bestimmtes Datum – beispielsweise an Weihnachten – ausgewählt werden, an diesem
Tag kann die Aschekugel mithilfe der Karte entnommen und mit nach Hause genommen werden. Die Mitnahme der Kugel zu einem bestimmten Datum ist bisher in Deutschland nicht gestattet. Des Weiteren, tut man sich aktuell mit dem Memorial Cube in Deutschland noch schwer, weil sehr viele Gewerke am Tod verdienen. Auf dem Dach des Memorial Cube befinden sich Solarpanels sowie ein integrierter Wasserablauf zur Ableitung von Regenwasser. Noch in diesem Jahr wird ein weiterer Memorial Cube in England errichtet – speziell für Fußballfans. Dieser Cube wird deutlich größer sein und nach hinten erweiterbar. Er verfügt über eine Leinwand, auf der Bilder, Texte und weitere Erinnerungsinhalte angezeigt werden können.
Weitere Cubes in anderen Ländern sind bereits in Planung.







In Bremen gibt es ein ehemaliges Horten-Kaufhaus, das mittlerweile weitgehend leersteht. In den oberen Stockwerken ist derzeit noch ein Saturn, in der Mitte ein temporärer Indoor-Flohmarkt. Noch erhalten ist die imposante Lichtsäule zwischen den Fahrstühlen.
Es gab lange Jahre Streit um die Neugestaltung der Innenstadt. Ein Streitpunkt war auch die Frage, was mit diesem Kaufhaus geschehen soll. Mittlerweile ist klar, dass es abgerissen werden soll (weil eine Umnutzung zu aufwendig und teuer gewesen wäre).
So ist die Lichtsäule meines Erachtens ein Symbol geworden für vergangenen Glanz, für die frühere Gedankenlosigkeit im Umgang mit Energie, aber auch für aufgeheizte Diskussionen um die Zukunft der Innenstädte.







»Warum sitzen wir eigentlich nur im Kühlschrank?«, fragte das jüngste Ei. »Ich wäre lieber ein Küken, dann könnte ich draußen rumlaufen. Ist doch langweilig hier.«
»Bist du verrückt?«, entgegnete ein anderes Ei. »Du bist dann eher in einer Legebatterie, sie mästen dich, bist mit zig anderen Küken eingepfercht und am Ende heißt es: Kopf ab. Willst du das?«
»Nein, natürlich nicht.« Das Schlauste unter den Eiern fragte: »Aber es ist eine gute Frage, warum wir hier sind, was ist der Sinn unseres Daseins?«
Ein anderes Ei meinte: »Vielleicht sind wir für etwas Großes bestimmt. Ich habe gehört, manche werden von uns Kuchen. Das klingt immerhin süß. Da kann ich vielleicht flirten.«
Plötzlich wurde der Herd eingeschaltet. Die Pfanne begann, langsam warm zu werden. Ein Mensch griff nach zwei Eiern.
Niemand protestierte.
Knack. Die Schale zerbrach. Die Eier glitten in die Pfanne und begannen zu brutzeln. Die anderen Eier schauten zu. Still. Unbeweglich. Nach einer Weile sagte eines: »Jetzt wissen wir, warum wir da sind. Wir warten nicht ohne Grund.«
Das Brutzeln wurde immer lauter. Und nun, zum ersten Male, hatte keiner mehr eine Frage.



Das Stadion des SV Werder Bremen (inzwischen ein reines Fußballstadion) liegt direkt an der Weser und ist – vor allem aufgrund der architektonisch einmaligen (und preisgekrönten) PV‑Anlage – auffällig und von weither sichtbar. Das wechselnde Licht und die dabei entstehenden verschiedenen Spiegelungen machen das Stadion auch zu einem beliebten Fotomotiv.
Trotzdem gab es eine »aufgeheizte« Debatte um diese PV‑Anlage. Zum einen um den Teil der Fassade, der an das neben dem Stadion liegende Schwimmbad angrenzt: Sie sei zu grell, sie blende die Badegäste und versenge den Rasen. Zum anderen um die Frage von Energieerzeugung und ‑verbrauch. Es entstand zwar ein Solarkraftwerk, das etwa 300 Haushalte mit Strom versorgt und ungefähr 450 Tonnen CO₂ jährlich einspart. Jedoch wurden im Zuge des Umbaus aber auch Energiefresser eingebaut, wie z. B. eine spezielle Beleuchtung für den Rasen (dem damit Sonnenlicht vorgegaukelt wird, damit er grün bleibt).
Der Strom aus der Solaranlage wird nicht direkt vom Stadion verbraucht, sondern ins Netz eingespeist. Der Stromanteil, den das Stadion insgesamt verbraucht, liegt allerdings über dieser Menge …
Die Fotoserie zeigt die Fassade und die Solarzellen aus unterschiedlichen Perspektiven, zudem einen der Flutlichtmasten und einen grünen (in diesem Fall beheizten) Rasen auf einem Trainingsplatz.







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